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Keine Zeit fürs Raubkopieren

Keine Zeit fürs Raubkopieren

Mit zunehmendem Alter verhalten sich Internet-Nutzer weitgehend gesetzestreu. Dass sie auf illegale Downloads verzichten, hat allerdings ganz wesentlich damit zu tun, dass ihnen dafür die Zeit fehlt, zeigt eine Studie der FH Köln.

Köln. Jeder siebte Internet-Nutzer, so der IT-Branchenverband Bitkom, erklärt, er habe schon einmal illegal Musik, Filme oder Software aus dem Internet geladen. Am höchsten ist die Quote nach den Zahlen des Branchenverbands bei den unter 30-jährigen. Danach nimmt sie ab.

Warum der durchschnittliche Internet-Nutzer mit zunehmendem Alter immer gesetzestreuer wird, haben nun Wissenschaftler der Fachhochschule Köln untersucht. Wie die Arbeitsgruppe von Professor Frank Linde berichtet, markiert bereits der Einstieg ins Berufsleben einen Wendepunkt.

Dass Menschen in einer höheren beruflichen Position das Risiko scheuen, wegen Schwarzkopien belangt zu werden, liege auf der Hand. Die Kölner Informationswissenschaftler fanden aber auch heraus, dass bei vielen Nutzern das in der Jugend gepflegte Hobby Raubkopieren schlicht dem Zeitmangel zum Opfer fällt.

"Je älter man ist, desto mehr Zeit wird für den Beruf aufgewandt und desto weniger wird illegal heruntergeladen", so Frank Linde. Die Kölner Wissenschaftler befragten für ihre Studie 719 Schüler, Studenten und Menschen, die bereits im Berufsleben stehen.