| 21:02 Uhr

Reaktion auf Hassrede und Falschnachrichten
Jugendliche fordern Hilfe im Netz

Düsseldorf. Ein Großteil der unter 24-Jährigen fühlt sich Hassreden und Falschnachrichten im Internet nicht gewachsen. Die jungen Menschen sehen auch die Schulen in der Pflicht. dpa

Mindestens einmal pro Woche stoßen Jugendliche hierzulande laut einer aktuellen Untersuchung in sozialen Medien auf Falschnachrichten und Hassrede, knapp ein Fünftel sogar täglich. Dabei wünschten sich drei Viertel der Befragten, dass der Umgang mit diesen Themen auch in der Schule vermehrt behandelt werden solle.


Zwei Drittel der befragten 14- bis 24-Jährigen sind der Ansicht, dass die Verbreitung von Falschnachrichten den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gefährdet. Unsicherheit besteht allerdings darüber, wie sich Falschnachrichten sicher erkennen lassen und wie auf Hassreden angemessen reagiert werden sollte.

Der Umfrage zufolge sehen 58 Prozent der jungen Menschen die Betreiber der Plattformen in der Pflicht, 46 Prozent fordern von den Medien, aktiv zu werden, 33 Prozent erwarten, dass die Bundesregierung dagegen vorgeht. 45 Prozent sehen aber auch sich selbst und die Nutzer gefordert.



Mehr als die Hälfte der Beschwerden junger Menschen sei jedoch erfolglos geblieben oder erst sehr spät bearbeitet worden, so das Fazit der Untersuchung, die im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland durchgeführt wurde.