iPhone-Verkäufe schwächeln, dennoch regiert Apple den Smartphone-Markt

Erneuter Milliardengewinn : iPhone-Konzern Apple hält sich trotz Schwächen an der Spitze

Trotz schwacher iPhone-Verkäufe kann Apple beeindruckende Zahlen für das vergangene Weihnachtsgeschäft vorlegen. So hat der Konzern laut eigenen Angaben knapp 17,5 Milliarden Euro verdient. Das sei fast so viel wie im Vorjahresquartal, obwohl der Umsatz um fünf Prozent auf 73,8 Milliarden Euro gesunken sei.

Den Profit verdankt der Konzern seinen anderen Produkten und dem Geschäft mit Dienstleistungen.

Wie viele iPhones verkauft wurden, verriet Apple nicht. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Canalys gingen im Weihnachtsgeschäft jedoch 71,7 Millionen Handys über die Ladentheke. Das habe sogar trotz eines Rückgangs um 7,3 Prozent für die Spitzenposition im Smartphone-Markt gereicht. Konkurrent Samsung habe 70,3 Millionen Geräte verkauft.

Die Marktforscher von Strategy Analytics kamen zu einem anderen Ergebnis. Nach ihren Berechnungen verkaufte Apple im Weihnachtsquartal 65,9 Millionen iPhones, 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Mit einem Umsatz von 45,6 Milliarden Euro hätten die Smartphones immer noch gut 61 Prozent der Apple-­Erlöse eingebracht. Lange Zeit seien es jedoch mehr als zwei Drittel gewesen. Für den Einbruch machte Apple-Chef Tim Cook vor allem den schwachen Absatz in China verantwortlich.

Im Gegensatz dazu ist das Dienstleistungsgeschäft laut Cook um 19 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro gestiegen. Zu Apples Dienstleistungen gehören unter anderem der Online-Speicher-Dienst iCloud und der Musik-Streamingdienst Apple Music.

Die iPad-Umsätze seien um 17 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Sparte mit der Computer-Uhr Apple Watch, dem Lautsprecher HomePod und anderen Geräten habe den Umsatz sogar um ein Drittel auf 6,4 Milliarden Euro gesteigert. Das Geschäft mit Mac-Computern habe um acht Prozent auf den bisherigen Bestwert von 6,5 Milliarden Euro zugelegt.

In Deutschland habe es deutliche Zuwächse gegeben, erklärte Apple und zeigte sich besonders mit dem Start des Bezahldienstes Apple Pay zufrieden. Allein bei der Deutschen Bank hätten sich in einer Woche mehr Kunden für ­Apple­ Pay angemeldet als in einem Jahr für Smartphone-­Apps auf der Konkurrenz-Plattform Android.

(dpa)
Mehr von Saarbrücker Zeitung