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In Videochats passieren immer wieder amüsante Pannen.

Pannen in Videoschalten : Pleiten, Pech und Pannen per Videochat

Im Internet sorgen peinliche Zwischenfälle in Videoschalten in der Pandemie für Schenkelklopfer.

Videokonferenzen sind eine praktische Erfindung. Mit wenigen Klicks kann sich jeder von zu Hause mit Kollegen austauschen. Dumm nur, wenn die Technik nicht so will wie man selbst. Oder wenn man vergisst, die Kamera wieder auszuschalten. Solche Dinge führen zu peinlichen Momenten bei Video­schalten im Homeoffice.

Katzenfilter. „Ich bin keine Katze.“ Mit diesem Satz hat der US-Anwalt Rod Ponton kürzlich für viele Lacher gesorgt. Sein Problem: Er hatte sich in Gestalt einer weißen Katze in eine Online-Gerichtsanhörung zugeschaltet. „Mr. Ponton, ich glaube, Sie haben einen Filter eingeschaltet in den Video-Einstellungen“, sagt Richter Roy Ferguson. Das Kätzchen stöhnt auf, verdreht die Augen und sagt schließlich: „Ja, so ist es. Ich weiß nicht, wie ich ihn wegbekomme.“ Später erklärt Ponton: „Ich wusste nicht, dass Zoom mich in eine Katze verwandeln kann.“ Dem Anwalt war entgangen, dass Zoom kurz zuvor sogenannte Filter in die Einstellungen der Videokonferenzsoftware integriert hatte, mit denen sich Nutzer unter anderem als Katze einem Chat zuschalten können.

Kopfstand. Der US-Abgeordnete und Republikaner Tom Emmer schaltete sich per Video zu einer Ausschusssitzung des Repräsentantenhauses dazu. Allerdings auf dem Kopf stehend und scheinbar schwebend. „Mr. Emmer, sind Sie okay?“, fragt die Ausschussvorsitzende Maxine Waters. „Du stehst auf dem Kopf, Tom“, merkt in dem Videomitschnitt ein anderer Parlamentarier an, während im Hintergrund Gelächter zu hören ist. „Ich weiß nicht, wie ich das in Ordnung bringen kann“, entgegnet Emmer.

Schweigen. „Herr Adams, Sie können sprechen“ – Dieser Satz ist vom virtuellen CDU-Parteitag im Januar hängengeblieben. Der Delegierte Hans-Werner Adams aus Rheinland-Pfalz hatte mit Tonproblemen zu kämpfen und avancierte unfreiwillig zum heimlichen Star des Parteitags. Auf eine Aufforderung der Moderatorin folgte nur: Schweigen. Auch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel streikte das Mikrofon – in einer Schalte der Weltgesundheitsorganisation im April 2020. „Can you hear me now?“ („Können Sie mich nun hören?“), fragte sie nach anfänglichen Audio-Problemen. Und der britische Premier Boris Johnson sorgte bei einer Rede am 23. November 2020 für Belustigung, als bei ihm mitten im Satz der Ton ausfiel.

Kinder. Viele Eltern im Homeoffice dürften sich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass ihre Kinder am heimischen Arbeitsplatz ohne Vorankündigung auftauchen. In Großbritannien sorgte die Tochter der Labour-Abgeordneten Anneliese Dodds im April 2020 bei Fernsehzuschauern für eine Überraschung. Als sie dem Sender Sky News ein Interview gab, platzte ihre dreijährige Tochter Isabella herein und gesellte sich ganz selbstverständlich dazu. Die 42-Jährige ließ sich zunächst nichts anmerken, bis Sky-Moderatorin Kay Burley sie auf den kleinen „Studiogast“ ansprach – und beide darüber lachten.

Nackte Haut. Auch bei Grünen-Parteichef Robert Habeck läuft im Homeoffice nicht immer alles wie geplant. Er wurde im April 2020 gerade von einem „Spiegel“-Reporter zur Corona-Krise befragt, als einer seiner Söhne ohne Oberteil ins Zimmer kam. Ein Winken des Vaters hielt ihn nicht davon ab, nach kurzem Zögern durch den Raum zu laufen. Habecks Reaktion: „Du bist jetzt im Fernsehen.“ Kopfschütteln, Augenrollen, Lachen. Die Grünen nahmen den Zwischenfall selbst aufs Korn und veröffentlichten auf Twitter eine Bastelvorlage für die Videokonferenz: „ON AIR – BITTE NICHT STÖREN“.

Geliebte im Bild. Mit den Tücken von Videokonferenzen im Homeoffice hat im April 2020 auch ein spanischer Journalist unliebsame Bekanntschaft gemacht. Er gab gerade ein Live-Interview, als eine nur leicht bekleidete Frau hinter ihm durchs das Bild spazierte. Das Problem: Die Frau war nicht seine Partnerin. Diese trennte sich nach dem Videobeweis fürs Fremdgehen von ihm.

(dpa)