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Hacker stahlen zahlreiche Passnummern von Hotelkonzern Marriott

Mehrere hundert Millionen Betroffene : Hacker stehlen zahlreiche Passnummern bei Marriott

Bei dem im November bekannt gewordenen Angriff waren weniger Daten betroffen als befürchtet, aber dafür besonders wertvolle.

Bei dem groß angelegten Hackerangriff auf die Starwood-Hotels des Marriott-Konzerns sind auch über fünf Millionen unverschlüsselte Passnummern von Gästen erbeutet worden. In verschlüsselter Form seien den Angreifern zudem rund 20 Millionen Passnummern in die Hände gefallen, teilt Marriott mit.

Gestohlene Passnummern könnten besonders wertvoll für Geheimdienste sein, weil sie diesen erlaubten, Reisen von Regierungsbeamten oder Geschäftsleuten nachzuverfolgen, schreibt die New Yorker Zeitung „Wall Street Journal“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte.

Der Hotelkonzern korrigierte zugleich die Schätzung zur Gesamtzahl der Betroffenen etwas nach unten. Ende November hatte Marriott noch von bis zu 500 Millionen Hotelgästen gesprochen. Nach einer Untersuchung hieß es nun, es gehe um maximal 383 Millionen Gästeeinträge. Da es für einige Personen mehr als einen Eintrag gebe, sei die Zahl der betroffenen Menschen aktuell nicht zu beziffern.

Die Hacker hätten auch verschlüsselte Informationen zu rund 8,6 Millionen Kredit- und EC-Karten erbeutet. Man habe jedoch keine Hinweise darauf, dass die Angreifer auch die zur Ent­schlüsselung der Informationen nötigen Dateien gestohlen hätten, beschwichtigte Marriott in der Stellungnahme.

Zu den Starwood-Häusern gehören unter anderem Westin, Sheraton, Le Méridien, St. Regis und W Hotels. Einen unerlaubten Zugang zur Starwood-Datenbank habe es bereits seit 2014 gegben, wie Marriott im November mitteilte. Marriott hatte Starwood im Jahr 2016 für 13,6 Milliarden Dollar gekauft – und damit auch die Sicherheitslücke. Die IT-Systeme von Starwood seien in der Zwischenzeit ausgemustert worden, gab der Hotelkonzern bekannt.

(dpa)