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Geschenke umtauschen, verkaufen oder verschenken.

Geschenkeumtausch : Umtauschen, verkaufen oder verschenken

Wenn Geschenke ihnen nicht gefallen, haben Verbraucher viele Möglichkeiten, die unliebsamen Präsente loszuwerden.

Auch dem Christkind unterlaufen Fehler — ist es doch unter Corona-Bedingungen in diesem Jahr besonders gestresst. Und so liegen wohl wieder Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, die den Beschenkten nicht gefallen. Wer die ungeliebten Präsente loswerden möchte, hat dazu viele Möglichkeiten.

Umtauschen

Wer um den Kassenbon bittet, kann das unerwünschte Präsent im Laden umtauschen. Im stationären Handel müssen sich Verbraucher allerdings gedulden, bis die geltenden Corona-Maßnahmen gelockert werden. Viele Händler zeigen sich nach Angaben von Verbraucherschützern kulant und würden etwaige Umtauschfristen um die Tage der Schließung verlängern.

Ein gesetzliches Umtauschrecht bei einwandfreier Ware gibt es jedoch nicht. Der Umtausch ist hier abhängig von der Kulanz des Händlers. Bei defekter Ware hat der Kunde hingegen Anspruch auf Ersatz.

Bei Produkten, die im Internet bestellt wurden, gilt das Widerrufsrecht. Innerhalb von zwei Wochen kann die Ware zurückgeschickt werden. Die Frist gilt in der Regel ab Erhalt der Ware. Der Widerruf muss vorher erklärt worden sein, etwa schriftlich oder telefonisch.

CDs, DVDs und Software, aber auch Hygieneartikel müssen beim Umtausch noch versiegelt sein. Auch bei Sonderanfertigungen wie graviertem Schmuck oder Fotoalben sowie bei Konzertkarten mit festem Termin gibt es Ausnahmen.

Verkaufen

Am leichtesten ist es, unliebsame Geschenke bei Online-Auktionen anzubieten. Auch auf Marktplätzen für Kleinanzeigen kann man das Präsent weitergeben. Wer im Internet verkauft, sollte sich unbedingt als privater Verkäufer anmelden. Dann muss kein Widerrufs- oder Rückgaberecht eingeräumt werden. Mit einem Hinweis kann auch die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen werden. Der Satz: „Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft“, schafft hier Klarheit. Die Angaben über die im Internet angebotenen Artikel müssen korrekt sein. Zudem dürfen Fotos und Produktbeschreibungen aus Urheberrechtsgründen nicht einfach von den Seiten der Hersteller kopiert werden. Deshalb besser eigene Fotos machen und eigene Texte schreiben.

Tauschen

Im Internet gibt es auch Tauschplattformen – dort wird Ware gegen Ware getauscht. Allseits beliebt ist auch das sogenannte Schrottwichteln – was nicht mehr gebraucht wird, wird verpackt und in größerer Runde gegen ein anderes Präsent getauscht.

Verschenken

Wer sein Geschenk nicht mag, kann es einfach bei der nächsten Gelegenheit weiter verschenken. Vielleicht löst das Präsent dann ja echte Freude aus.

Das geht natürlich auch online, denn viele Portale bieten die Option an, die Ware kostenlos abzugeben, um sie dann zum Beispiel an soziale Einrichtungen weiterzureichen.

Fehlerhafte Geschenke

Mangelhafte oder beschädigte Geschenke können innerhalb von zwei Jahren ab Kauf mit Vorlage des Kassenbons reklamiert werden. Bei gebrauchten Waren kann die gesetzliche Gewährleistungspflicht kürzer sein.

Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) bietet eine kostenlose App namens „Mit Erfolg reklamieren“ an: Verbraucher müssen dort eingeben, wie und wo die Ware gekauft wurde und welches Problem vorliegt. Dann werden die Reklamiermöglichkeiten erklärt.

(AFP)