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Fraunhofer-Forscher entwickeln eine Batterie mit Köpfchen

Fraunhofer-Forscher entwickeln eine Batterie mit Köpfchen

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik haben einen Akku für Autos entwickelt, der mit dem Ausfall einzelner Zellen intelligent umgehen kann. Das soll die Kosten der Technik senken und die Reichweite der Elektromobile steigern.

Stuttgart. Die Batterie ist das Herzstück des Elektroautos - und eines seiner teuersten Bauteile. Eine 25-Kilowatt-Batterie kostet derzeit über 6000 Euro. Ein solcher Stromspeicher ist aus hundert oder mehr Zellen aufgebaut. In der Theorie sind alle identisch und können gleich viel Energie speichern. Die Praxis sieht jedoch anders aus: Die Kapazitäten der Akkus variieren.

Das kann problematisch werden, da die Zellen in Reihe geschaltet sind. Die Batterie ist damit nur so stark wie ihre schwächste Zelle. Fällt eine Zelle aus, bleibt das Fahrzeug liegen. Dann wird meist der komplette Stromspeicher ausgetauscht, so das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart.

Dessen Ingenieure entwickeln nun ein modulares Batteriesystem, das den Stromspeicher auch in diesem Fall funktionsfähig erhalten soll, so Kai Pfeiffer vom IPA. Jede Zelle der Batterie verfügt über einen eigenen Mikrocontroller, der Temperatur und Ladezustand erfasst. Jede Zelle kenne ihren Zustand und könne ihn dem Bordcomputer melden, der aus allen Daten errechnet, wie viel Restenergie noch zur Verfügung steht. Ist nur eine Zelle entladen, während die anderen noch Kapazität melden, klinkt sie sich aus dem Verbund aus. Je nach Qualität und Alter könne die Reichweite durch diese Technik um bis zu zehn Prozent gesteigert werden.