| 00:00 Uhr

Feinschliff in der Wolke

Saarbrücken. Hobbyfotografen, die ihren Bildern den letzten Schliff geben möchten, können unter einer Vielzahl von Bildbearbeitungs-Programmen wählen. Oder sie verzichten auf solche Software und bearbeiten ihre Fotos über Internet-Anwendungen. unserem Mitarbeiter Kevin Gauer

Die Auswahl an kostenlosen Anwendungen, die eine Bildbearbeitung in der Cloud - das heißt im Internet und nicht auf der lokalen Festplatte des eigenen Computers, zulassen - ist groß. Beim Funktionsumfang dieser Programme gibt es jedoch enorme Unterschiede: Es gibt Anbieter, wie pixenate.com oder fotor.com, die nur Grundfunktionen, wie Optionen zur Drehung und Spiegelung des Bildes, zur Anpassung der Größe oder Einstellungen von Helligkeit, Kontrast und Sättigung, bereitstellen. Der kostenfreie Pixlr-Editor auf pixlr.com ist hingegen sehr umfangreich und erinnert in seinem Aufbau an Adobe Photoshop - ein professionelles Bildbearbeitungs-Programm. Die Werkzeugleiste am linken Bildrand enthält Optionen zum Zeichnen von Linien oder Formen sowie die Möglichkeit Farbverläufe anzulegen, Farben zu verwischen, das Bild nachzubelichten oder Texte auf das Bild zu legen.

In der Navigationsleiste auf der rechten Seite können Anwender mehrere Ebenen angelegen, deren Deckkraft bestimmen und ihre Sortierung festlegen. Ebenso ist der Verlauf der Änderungen nachvollziehbar. Zusätzlich wird eine Menüleiste verwendet, in der unter anderem Bild (Größe, Spiegelung, Helligkeit, Kontrast), Ebene (Stil, Orientierung), Farbe oder spezielle Filter individuell angepasst werden können.

Im Aufbau sehr ähnlich zum Pixlr-Editor ist die kostenfreie Bildbearbeitung auf der Online-Plattform sumopaint.com. Die Werkzeugleiste enthält weitgehend dieselben Werkzeuge wie der Pixlr-Editor, statt einer Funktion zur Reduzierung des Rote-Augen-Effektes gibt es hier die Möglichkeit geometrische Formen in das Bild einzufügen und Zeichnungen sowie Farbverläufe symmetrisch anzulegen.

Die Menüleiste mit Einstellungen zu Ebenen, Farben, Helligkeit und Kontrast deckt sich in Aufbau und Funktion mit dem Editor von pixlr.com. Ein Unterschied zwischen den beiden Anwendungen liegt in der Navigationsleiste. Die Webseite sumopaint.com verzichtet auf den Bearbeitungsverlauf und bietet dafür einen Farbwähler und die Möglichkeit Muster anzulegen. Die fertige Grafik sofort in soziale Netzwerke zu übertragen funktioniert allerdings nur mit Pixlr.

Kostenlose Dienste


Beide Anwendungen bieten umfangreiche Möglichkeiten, Bilder zu modifizieren und nach Bedarf anzupassen. Eine kostenlose Registrierung ist in beiden Fällen nur notwendig, wenn die bearbeiteten Dateien auch auf dem jeweiligen Server in der Cloud gespeichert werden sollen. Die Grafiken kann der Nutzer auch auf der lokalen Festplatte seines eigenen Computers sichern, ohne dass eine Registrierung erforderlich ist. In ihrem Umfang und ihrer Funktionalität sind der Pixlr-Editor und sumopaint.com sehr umfassend und benutzerfreundlich für Anwender, die bereits erste Erfahrungen im Bereich der Bildbearbeitung gesammelt haben. Gerade durch den Einsatz mehrerer Ebenen können diverse Veränderungen am ursprünglichen Bild vorgenommen werden.

Für Einsteiger in die Welt der Bildbearbeitung empfiehlt sich der Express Editor von Adobe Photoshop. Alle Änderungen, die durch Einstellungen in einer Menüleiste vorgenommen werden, sind in einer Vorschau zu erkennen. Manuelle Verfeinerungen sind hier nur begrenzt möglich. Nutzer können Schärfe, Sättigung und Farbe hier beispielsweise modifizieren. Zusätzlich können spezielle Farb-, Unschärfe- und Belichtungseffekte angewendet werden. Mit mehreren Ebenen zu arbeiten ist nicht möglich. Der Express Editor ist zudem nur auf Englisch verfügbar. Der Nutzer kann schließlich das Ergebnis auf der eigenen Festplatte speichern.