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Amerikanische Untersuchung
Facebook kämpft gegen falsche Nachrichten

Berlin. US-Forscher sehen erste, kleine Erfolge des sozialen Netzwerks im Kampf gegen sogenannte Fake-News. Von dpa

Seit den US-Präsidentschaftswahlen bemüht sich Facebook, die Verbreitung von Falschinformationen in seinem sozialen Netzwerk einzudämmen. Laut einer neuen Studie könnten Facebooks Maßnahmen tatsächlich Früchte getragen haben. Zumindest „vorübergehend“ sei der Umfang an Falschinformationen vermutlich zurückgegangen, erklärten Wissenschaftler der Stanford und der New York University. Die absolute Menge an Fake-News sei jedoch sowohl bei Facebook als auch auf Twitter weiterhin groß, betonen die Forscher. Facebook sei noch immer eine wichtige Plattform für die Weitergabe falscher Informationen und Berichte.


In ihrer Studie haben die Forscher 570 schon mehrfach als Fake-News-Seiten eingestufte Webseiten auf Facebook und Twitter untersucht. Sie verglichen die Menge an Kontakten und Weiterleitungen mit denen auf Profilen großer und kleiner Nachrichtenseiten sowie solcher Seiten, die sich Wirtschafts- und Kulturthemen widmen.

Der Vergleich zeige, dass die Zahl der Kontake zu Fake-News-Seiten auf Facebook und Twitter von Januar 2015 an bis wenige Monate nach der US-Wahl 2016 stetig gestiegen ist. Danach seien sie bei Facebook um mehr als die Hälfte zurückgegangen, auf Twitter sei sie dagegen weiter gestiegen. Demgegenüber hätten die seriösen Nachrichtenanbieter eine relativ stabile Aufmerksamkeit verzeichnet.



Die Wissenschaftler führen die Entwicklung auch auf Facebooks Bemühen zurück, gezielt gegen gefälschte Profile und Falschinformationen vorzugehen. In Deutschland hat ein von Justizminister Heiko Maas (SPD) vorangetriebenes Gesetz gegen Hassrede die Plattformen zusätzlich unter Druck gesetzt.