Europol nimmt in Großbritannien und den Niederlanden Bitcoin-Betrüger fest

24 Millionen Euro Beute : Europol nimmt sechs Bitcoin-Betrüger fest

In den Niederlanden und in Großbritannien sind sechs Personen wegen mutmaßlichen Diebstahls digitalen Geldes in Millionenhöhe festgenommen worden. Die fünf Männer und eine Frau wurden bei gleichzeitigen Einsätzen im Südwesten Großbritanniens und in den niederländischen Städten Amsterdam und Rotterdam in Gewahrsam genommen, wie die europäische Polizeibehörde Europol mitteilt.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, sich auf einer unseriösen Webseite Zugang zu virtuellen Konten verschafft zu haben, die Bitcoin im Wert von 24 Millionen Euro enthielten. Europol geht davon aus, dass mindestens 4000 Opfer in zwölf Ländern von dem Betrug betroffen sind.

Bitcoin ist eine sogenannte Kryptowährung. Das digitale Geld wird in einem dezentralen Netzwerk verwaltet. Jeder, der das digitale Geld nutzen möchte, muss Teil dieses Netzwerkes werden. Auf den Computern aller teilnehmenden Nutzer werden sämtliche Bitcoin-Transaktionen in Datenblocks gesichert, die zu einer großen Datei zusammengefügt werden: der Blockchain. Wer Bitcoin kauft, erwirbt den Schlüssel, um an einen Teil der Datenblocks zu kommen. Da alle Teilnehmer die Blockchain auf ihren Rechnern speichern, ist es beinahe unmöglich, Kryptowährungen zu fälschen. Betrug über andere Wege schließt die Technologie jedoch nicht aus, wie der aktuelle Europol-Fall zeigt.

Nachdem der Wert von Bitcoin ab Ende 2017 von über 20 000 auf 3000 Dollar sank, stieg der Kurs zuletzt wieder stark an und kommt aktuell in die Nähe der 13 000-Dollar-Marke.

(dpa)
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