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Elektronische Bücher gibt es auch per App

E-Book-Apps im Vergleich : Elektronische Bücher gibt es auch per App

Neben E-Readern können E-Books auch über Computerprogramme bezogen und auf mehreren Endgeräten genutzt werden.

Eigentlich sollte dieser Tage die Frankfurter Buchmesse veranstaltet werden und tausende Lesefreunde in die Hallen strömen. Doch Corona sorgte für die Absage der internationalen Messe. Die Krise hat nicht nur die Veranstaltungswelt verändert – auch das Leseverhalten der Menschen hat sich gewandelt. So stieg laut Börsenverein des deutschen Buchhandels der Anteil des Umsatzes von E-Books um rund 18 Prozent. Insgesamt hätten die Deutschen 18,8 Millionen digitale Bücher gekauft.

Gelesen wird in der Regel auf E-Readern. 9,1 Millionen Deutsche haben nach Angaben des Allensbach Instituts alleine in diesem Jahr E-Books auf digitalen Lesegeräten konsumiert. Dazu gehörten nicht nur die E-Reader, sondern auch Smartphones und Tablets. Dafür benötigen die Nutzer jedoch Apps, um die digitalen Helfer in Bücher zu verwandeln.

Wer ein iPhone besitzt, hat dem Android-Nutzer gegenüber einen Vorteil, Apple liefert direkt die Software Apple Books von Haus aus mit, mit der iOS-Besitzer Dateiformate wie PDF oder EPUB öffnen können. Ohne iPhone wird es etwas schwieriger. Doch der Google Playstore hält ein paar Alternativen bereit, mit denen auch unter Android gelesen werden kann.

Kindle App. Da Amazon sein eigenes kleines Ökosystem bei E-Books hat, gibt es die passende App für iOS und Android. Der Vorteil: Wer auch ein Kindle-Lesegerät besitzt, kann Smartphone, Tablet oder Kindle synchronisieren und ist auf jedem Gerät immer auf dem neusten Stand der aktuellen Lektüre. Wird per App ein Buch gekauft, wird dieses auch automatisch auf den E-Reader übertragen.

Wer Bücher auch in englischer Sprache liest, kann fremde Vokabeln auch direkt in einem Wörterbuch nachschlagen – ohne die App zu wechseln. Weiterblättern kann der Leser mit einem Wisch oder Tippen auf das Display, wie auch beim E-Reader.

Neben dem Lesen von Büchern können diese auch gehört werden. Wer seine Hörbücher bei der Amazon-Tochter Audible kauft, kann sie mit der Kindle App synchronisieren.

Tolino. Auch Kindle-Konkurrent Tolino hat eine eigene Software für iOS und Android entwickelt. Bücher im Epub- und PDF-Format können auf dem Smartphone oder Tablet gelesen werden. Wie auch bei Amazon kann der Nutzer verschiedene Lesegeräte synchronisieren. Zudem verspricht der Entwickler, dass Mitglieder von Online-Bibliotheken wie der Onleihe die Bücher in der App lesen können.

Hörbücher kann die Software von Tolino ebenfalls abspielen. Dazu müssen Leser das gewünschte Buch in den Online-Speicher Tolino Cloud hochladen und können es dann mit der App herunterladen, wenn es nicht direkt über die Software gekauft wurde.

Moon + Reader. Eine Alternative zu den Kindle und Tolino Apps ist die Software Moon + Reader. Auch sie öffnet die Standardformate für E-Books, EPUB und PDF. Zudem verspricht der Entwickler zahlreiche weitere Formate unter anderem die AZW von Amazon.

Doch gelesen wird mit einem Wisch auf und ab. Daher gibt es nicht das Umblättern, was dem Lesefluss nicht schadet. Der Nutzer muss sich zunächst jedoch daran gewöhnen.

Die Software bringt allerdings von vornherein einen Nachteil mit sich: Werbung. Diese kann zwar entfernt werden, aber dafür muss der Nutzer ein kurzes Video anschauen. Danach kann die Werbung für drei Tage deaktiviert werden. Für einen US-Dollar verschwindet die Werbung für einen Monat, in der  Pro-Version für 6,99 ist die App komplett werbefrei. Sie ist im Play Store erhältlich. Die beiden Konkurrenten Tolino und Kindle sind dagegen werbefrei.