1. Leben
  2. Internet

Einmal rund um den Erdball

Einmal rund um den Erdball

Ob Musik aus Südafrika, Nachrichten aus den USA oder ein Beitrag vom Regionalsender um die Ecke: Dank Internetradio landen Zehntausende Sender auf Smartphone, WLAN-Radio oder Flachbildfernseher. Mit der passenden App lassen sich Lieblingssongs sogar aufzeichnen.

Ob in der Küche, im Hobbykeller oder in der Garage: Mit dem guten alten UKW-Radio empfangen in den Haushalten hierzulande immer noch knapp 93 Prozent aller Menschen ab 14 Jahren ihr Programm. Knapp jeder Dritte nutzt laut Digitalisierungsbericht 2015 der Medienanstalten aber bereits regelmäßig Internetradio. Kein Wunder: Schließlich können immer mehr mobile und stationäre Geräte aufs Web zugreifen.

Als Empfänger eignen sich unter anderem Smartphone, Tablet, PC, Laptop, Heimkinosysteme, Küchen- und WLAN-Radios sowie Smart-TVs. Der Klassiker beim Radiohören via Internet sei der Abruf über PC oder Laptop, erklärt Michael Fuhr vom Telekommunikationsportal "Teltarif.de". "Webradios können entweder direkt auf den Internetseiten der Radiosender oder über externe Portale wie TuneIn, Radio.de, Phonostar, vTuner, Yourmuze und - nur in Deutschland - Radioplayer.de abgespielt werden."

Tausende Sender

Besonders komfortabel ist der Empfang mit WLAN-Radios. Die sind bereits ab 50 Euro sowohl als kompakte Empfänger in Form von Kofferradios als auch als Ergänzung zu einer Hi-Fi-Anlage zu haben, erklärt Michael Fuhr. Ältere Audio-Systeme können mit kleinen Adaptern für den Empfang von Internetradio aufgerüstet werden. Neben Tausenden Sendern aus der ganzen Welt lassen sich auch zahlreiche sogenannte Podcasts abrufen. Das sind Beiträge, die als Audio-Datei zur Verfügung stehen.

"Prinzipiell ist jedes Smartphone oder jeder Tablet-PC auch ein Internetradio-Gerät", erklärt Fuhr. Hier müssen die teils kostenlosen Radio-Apps oft noch installiert werden. Wer nicht im WLAN-Netz hört, sollte seine Mobilfunk-Datenflatrate im Blick behalten, rät Fuhr. Pro Stunde Internetradio müsse man ein Datenvolumen von rund 200 Megabyte einkalkulieren. Falls möglich sollte man Optionen, die Datenvolumen automatisch nachbuchen, wenn das Hochgeschwindigkeits-Kontingent verbraucht ist, sicherheitshalber beim Netzbetreiber deaktivieren lassen.

Redakteur Thomas Vattrodt hat für "Computerbild" vor Kurzem verschiedene Radio-Apps näher unter die Lupe genommen: Von 40 vorgegebenen regionalen und internationalen Sendern lieferte die App Radio.de unter Android die meisten Treffer, TuneIn brachte beim Apple-Betriebssystem iOS die besten Ergebnisse. "Alle Testkandidaten boten eine Suche nach Genre. Künstler wurden bei TuneIn, Xiialive Pro und Audials gefunden", sagt Vattrodt. "Die Titelsuche klappte aber nur bei Xiialive Pro." Für echte Musikfans ist eine Mitschnitt-Funktion für Lieder oder andere Beiträge ein praktisches Extra. Diese liefern etwa TuneIn, Internet Radio Box oder Audials Radio. Audials kann sogar eigenständig Stücke im MP3-Format aufnehmen, wenn man den Interpreten vorgibt.

Radio über Fernseher

Wer Smartphones oder Tablet-PCs zum Empfang von Internetradio verwendet, aber einen besseren Klang haben will, kann diese Geräte auch über einen Adapter an Hi-Fi-Systemen anschließen. Einige Anlagen seien auch Bluetooth-fähig, somit könne der Webradio-Stream drahtlos auf die HiFi-Anlage übertragen werden, erklärt Michael Fuhr. Selbst Flachbildfernseher eignen sich übrigens mittlerweile nicht mehr nur zum Fernsehen, sondern gestatten auch den Zugang zu zahlreichen Internetradio-Portalen. Vorausgesetzt natürlich: Der Apparat muss ans Internet angebunden sein - egal, ob per WLAN oder mittels Netzwerkkabel.

tunein.com

radio.de

phonostar.de

vtuner.com

yourmuze.fm

radioplayer.de