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Einige Dating-Portale versuchen, an das Geld ihrer Mitglieder zu kommen

Fallstricke bei Dating-Portalen : Das florierende Geschäft mit der Liebe

Bei Singlebörsen im Internet können Nutzer schnell in die Kostenfalle tappen, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Problematisch werde es vor allem, wenn die Partnerbörse außerhalb der EU sitze, erklärt das europäische Verbraucherzentrum.

Daher sollten Nutzer vor der Anmeldung zunächst einen Blick ins Impressum des Anbieters werfen, denn Firmen mit Sitz in einem EU-Land seien verpflichtet, Kontaktinformationen wie Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten deutlich sichtbar bereitzustellen.

Viele Dating-Webseiten werben mit Probe-Abos und kostenfreien Testmitgliedschaften. Viele Unternehmen behaupteten, dass sich eine Mitglied­schaft automatisch verlängere, ohne dass Verbraucher informiert werden, warnt das Verbraucherzentrum. In Europa verlängere sich jedoch kein Vertrag automatisch, wenn der Kunde nicht klar und verständlich informiert worden sei, erklären die Verbraucherschützer. Vor Vertragsabschluss sollten Nutzer daher Bildschirmaufnahmen von der Webseite machen, denn vor Gericht sind sie in der Beweispflicht. Auch geltendes Widerrufsrecht über 14 Tage können die Betreiber ihren Kunden nicht abstreiten. Laut Bundesgerichtshof müssen Kündigungen auch online möglich sein, wenn der Nutzer sich online angemeldet hat (Az.: III ZR 387/15).

Wer von einer besonders attraktiven Person kontaktiert wird, sollte besser zweimal hinschauen, denn in vielen Fällen handele es sich um gefälschte Profile, mahnt das Verbraucherzentrum. Manche Anbieter wollten Mitglieder dadurch überzeugen, teure Zusatzleistungen zu nutzen. Wer auf eine Fälschung trifft, habe unter Umständen ein außerordentliches Kündigungsrecht und Anspruch auf Schadensersatz. Die Fake-Profile seien häufig an einer mechanischen und unnatürlichen Sprache zu erkennen.