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Eine Gesetzesänderung soll es Nutzern erleichtern gegen Hass vorzugehen

Gegen Hass im Netz : Wie sich Nutzer sozialer Netzwerke gegen Hass wehren können

() Jeder Einzelne hat Möglichkeiten, aktiv gegen Hass im Internet vorzugehen. Das gelte für Foren, Kommentare, soziale Netzwerke oder auch Gruppen bei Kurznachrichtendiensten wie Whatsapp. Darauf weist die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hin.

Beleidigungen und Bedrohungen beziehen sich nicht allein auf politische Positionen. Oft werden Menschen auch wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung angegangen. Hasserfüllte Äußerungen können hier schnell einen Straftatbestand erfüllen. Entscheidend sei, dass sich Nutzer gegen hasserfüllte Äußerungen und Kommentare wehren, erklärt die Polizei. Einschreiten und Widersprechen sei nicht nur ein wichtiges Signal an die Täter. Auch andere würden dadurch ermutigt, sich aktiv gegen Hass im Netz zu positionieren. Hassrede dürfe weder hingenommen noch ignoriert werden.

Um betroffenen Mitgliedern von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram mehr Rechte einzuräumen, hat das Bundeskabinett am 1. April eine Änderung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes beschlossen. Unter anderem sollen Nutzer leichter dagegen vorgehen können, wenn gemeldete Beiträge nicht gelöscht wurden.

Wer mit Hassbotschaften konfrontiert wird, sollte diese dokumentieren und melden, rät die Polizeiliche Kriminalprävention. Das geht etwa beim Anbieter der jeweiligen Seite oder des jeweiligen Dienstes, bei der Internetbeschwerdestelle sowie der Polizei. Laut Kabinettsbeschluss soll eine Meldung für jedermann so einfach wie möglich sein und zwar direkt ausgehend von dem Eintrag, der als rechtswidrig gemeldet werden soll.

Strategien gegen Hass im Netz veranschaulicht die Kriminalprävention auf der Seite
Zivile-Helden.de und hat weitere Informationen auf der Seite 
Polizeifürdich.de zusammengetragen.

Zivile-Helden.de

Polizeifürdich.de

(dpa)