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Digitalsteuer in Frankreich soll rund 30 Konzerne treffen

Frankreichs Finanzminister Le Maire : Frankreich will Digitalsteuer auf den Weg bringen

Frankreich wolle den Gesetzesentwurf für seine neue Digitalsteuer am Mittwoch vorstellen, teilte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire mit. Der Steuersatz soll vor allem große Internet-Konzerne treffen, laut Le Maire etwa 30 Unternehmen.

Die meisten davon kämen aus den USA, es seien darunter aber auch Firmen aus China, Deutschland, Spanien, Großbritannien und Frankreich, erklärte der Minister in einem Interview.

Die Steuer verlangt drei Prozent auf digitale Umsätze. Gelten soll sie für Unternehmen, die mit digitalen Dienstleistungen einen jährlichen Umsatz von 750 Millionen Euro weltweit und von mehr als 25 Millionen Euro in Frankreich erzielen. Wer lediglich Waren über das Internet verkaufe, sei nicht betroffen, betonte Le Maire. Er rechnet damit, dass die neue Steuer dem Land 500 Millionen Euro einbringen werde.

Große Digitalkonzerne wie Facebook oder Google zahlen der EU-Kommission zufolge deutlich weniger Steuern als herkömmliche Betriebe. Bislang gibt es keine einheitliche Digitalsteuer in Europa. Die EU-Finanzminister wollen am 12. März erneut über einen solchen Steuersatz beraten.

(dpa)