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Digitale Erpressung: Was tun gegen kriminelle Krypto-Software?

Digitale Erpressung: Was tun gegen kriminelle Krypto-Software?

Jedes dritte Opfer von Erpressungssoftware wie dem Trojaner Locky hat einer Studie des IT-Sicherheitsdienstleisters Bitdefender zufolge den Angreifern Lösegeld bezahlt, um wieder Zugriff auf die Daten zu bekommen.

Und 36 Prozent würden dies im Fall eines Angriffs trotz gegenteiliger Warnungen wieder tun, ergab eine Umfrage von Bitdefender.

Die Angreifer schleusen in der Regel mit infizierten E-Mails den Schadcode in die Rechner. Nach Aktivierung werden dann Daten auf dem Computer verschlüsselt. Für eine Entschlüsselung fordern die Angreifer in der Regel ein Lösegeld.

Soweit muss es aber nicht kommen. Nutzer können ihren Rechner schützen und Einfallstore versperren, über die die Schadsoftware häufig einfällt, erklärt der Verband der Internetwirtschaft (Eco). Der Trojaner Locky beispielsweise kommt per Mail in angehängten Office-Dateien oder als Javascript-Datei in einem ZIP-Anhang.

Wenn der Rechner solche Dateien nicht ausführen kann, ist eine Infektion nicht möglich, so die Experten. Das gehe über Software wie XP-Antispy, wo beim Eintrag "Scripting Host deaktivieren" ein Häkchen gesetzt werden müsse. Auch in den Einstellungen des PDF-Programms empfehle es sich, Javascript zu deaktivieren. Grundsätzlich sollten Nutzer unaufgefordert erhaltene E-Mails mit Download-Links oder Anhängen nicht öffnen oder anklicken. Zudem gelte es, Updates zu installieren und auch den Virenscanner aktuell zu halten. Extrem wichtig ist zudem die regelmäßige Datensicherung auf externen Datenträgern.