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Die Hälfte der Nutzer in Deutschland wurde schon Opfer von Kriminellen

Cybercrime auf dem Vormarsch : Die Hälfte der Nutzer wurde hierzulande Opfer von Kriminellen

(np) Jeder zweite Internetnutzer in Deutschland ist laut einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom im vergangenen Jahr Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. Bei fast einem Viertel der Befragten seien persönliche Daten illegal genutzt oder weitergegeben worden, so Bitkom.

Zwölf Prozent der Nutzer wurden nach eigenen Angaben beim privaten Einkauf oder bei Verkaufsgeschäften betrogen. Jeder Neunte gab an, dass seine Kontodaten missbraucht wurden.

Nutzer haben laut Bitkom aber nicht nur mit Diebstahl oder Betrug zu kämpfen. Jeder Zehnte sagt, dass er im Internet verbal massiv angegriffen oder beleidigt wurde. Über sexuelle Belästigung im digitalen Raum klagen acht Prozent der Befragten.

Der Digitalverband hat einige Tipps parat, die Nutzern helfen sollen, ihre persönlichen Daten zu schützen. So sollten immer komplexe Passwörter aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden. Um sie sich leichter merken zu können, sollen Nutzer laut Bitkom Eselsbrücken verwenden, beispielsweise die Anfangsbuchstaben aus ausgedachten Sätzen.

Auch Passwort-Manager seien sinnvoll, so Bitkom. Mit diesen Programmen lassen sich Anmeldedaten mehrerer Dienste mit einem einzigen Passwort verknüpfen, das dann auf allen Plattformen genutzt werden kann. „Dieses Passwort sollte höchste Standards erfüllen“, da Hacker alle Konten des Nutzers auf einen Schlag knacken könnten, wenn sie das Kennwort in die Finger bekämen, erklärt Bitkom.

Falls möglich, sollten Verbraucher laut dem Digitalverband immer die Zwei-Faktor-Authentisierung nutzen. Hier wird zusätzlich zum Passwort eine weitere, nur vorübergehend gültige Bestätigung der Identität, beispielsweise ein Zahlencode, gefordert.

Außerdem empfiehlt Bitkom, die benutzten Programme und das Betriebssystem stets auf dem neuesten Stand zu halten. Auch bei E-Mails sei Vorsicht geboten: Immer häufiger kämen Betrüger mit gefälschten E-Mails an private Konto-Daten.

(dpa)