Die Deutschen gehen zu sorglos mit ihren Daten um

Datenschutz : Die Deutschen gehen zu sorglos mit ihren Daten um

Obwohl sie Angst um ihre persönlichen Informationen haben, kümmern sich die wenigsten darum, diese auch abzusichern.

Die Menschen in Deutschland kümmern sich zu wenig um die Sicherheit ihrer Daten im Internet, fürchten aber zugleich den wachsenden Zugriff auf ihre persönlichen Informationen. Nur eine Minderheit der Internetnutzer verwendet jedoch alle Möglichkeiten zur Sicherung ihrer Daten. Das geht aus einer Umfrage der Technischen Hochschule Köln und des Goslar-Instituts hervor.

Die Forscher sehen es als fahrlässig an, dass der größte Teil der Bevölkerung die Schutzmaßnahmen nutze, die nicht zu viel Aufwand bedeuten. Die Bedeutung des Datenschutzes und das Gefühl, in der Freiheit beschränkt zu sein, stehen im deutlichen Gegensatz zum Verhalten vieler Befragter. Denn die Mehrheit von ihnen verwende in großem Umfang Geräte oder Anbieter, die über die gesammelten Daten umfangreichen Einblick in das Privatleben erhalten, sagen die Wissenschaftler. Die Deutschen sind der Umfrage zufolge zudem eher pessimistisch im Hinblick auf die Folgen vernetzter Technologien. So glauben 80 Prozent der Befragten, dass der Schutz der Privatsphäre durch die großen, datensammelnden Internetkonzerne wie Facebook oder Google immer schwieriger werde. 78 Prozent sehen vor allem die neuen drohenden Gefahren, etwa durch Datenmissbrauch. In der Summe überwiegen für 42 Prozent der Befragten die Risiken, während nur 22 Prozent vor allem die Chancen sehen, so die Umfrage.

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