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NS-Symbole in Spielen
DGB warnt Computerspielebranche vor Verharmlosung des NS-Terrors

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Computerbranche davor gewarnt, in ihren Spielen den NS-Terror zu verharmlosen. Vor Beginn der weltweit größten Computerspielemesse Gamescom in Köln wandte sich DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dagegen, für Computerspiele das Verbot aufzuweichen, Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen verwenden zu dürfen. Von dpa

Sonst laufe man Gefahr, dass sich schleichend NS-Symbolen auf allen digitalen Plattformen etablierten, sagt Buntenbach.


In einem Brief an Bundesjustizministerin Katarina Barley schreibt Buntenbach weiter: „Die Ächtung der Symbole des NS-Unrechtsregimes ist ein Gebot unseres Grundgesetzes. Auch in Zeiten der Digitalisierung muss gewährleistet werden, dass in Deutschland strengste Maßstäbe gewahrt bleiben.“

Der DGB ärgert sich darüber, dass die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) bei der Altersfreigabe von Spielen, in denen Hakenkreuze, SS-Symbole und weitere Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet werden, ab sofort die sogenannte Sozialadäquanzklausel mit einbeziehen will.



Diese Klausel sieht Ausnahmen des Verbotes solcher Kennzeichen „in den Bereichen der Wissenschaft und Lehre, der Kunst oder der staatsbürgerlichen Aufklärung“ vor. Zudem sind solche Kennzeichen nicht strafbar, wenn „eine Ablehnung der NS-Ideologie“ erkennbar ist. Eine so „weitreichende Änderung mit so grundsätzlicher Wirkung“ könne und dürfe nicht ohne Zustimmung des Bundestags erfolgen, schreibt DGB-Vorstandsmitglied Buntenbach.