Deutsche vertrauen in den sozialen Medien nicht auf Datensicherheit

Bitkom-Umfrage : Internetnutzer haben kein Vertrauen in soziale Netzwerke

() Soziale Netzwerke genießen bei den Deutschen einen schlechten Ruf, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten geht. Banken, Zahlungsdienstleistern und E-Mail-Anbietern wird dagegen bei der Datensicherheit häufig Vertrauen entgegen gebracht.

Insgesamt sind deutsche Internetnutzer zuversichtlicher, dass ihre Daten online sicher sind. Das ergab eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom.

So geht 2019 rund ein Viertel der Befragten davon aus, dass seine persönlichen Daten im Internet sicher sind. 2014 war davon lediglich ein Siebtel der Teilnehmer überzeugt. Am wenigsten Vertrauen schenken die Befragten sozialen Netzwerken. Nur 17 Prozent gehen davon aus, dass der Datenschutz hier einen hohen Stellenwert habe.

Zuversichtlicher waren die Teilnehmer der Umfrage bei E-Mail-Anbietern und Banken. Rund 55 Prozent erklärten, dass sie diesen stark oder gar sehr stark vertrauten. Internetanbietern spricht immerhin die Hälfte der Deutschen das Vertrauen aus. Etwa zwei von fünf Befragten sehen ihre Daten bei neuen Zahlungsdienstleistern (42 Prozent) und bei Online-Händlern (41 Prozent) gut aufgehoben.

Kritisch sehen Internetnutzer sowohl die Wirtschaft als auch den Staat und die Behörden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten. Nur etwa ein Viertel der Befragten bringt ihnen großes Vertrauen entgegen.

Noch immer denken 72 Prozent der Deutschen, dass ihre persönlichen Informationen online nicht gut aufgehoben sind. Wie Bitkom erklärt, hat das Vertrauen der Internetnutzer unter anderem unter der NSA-Affäre und Berichten über Computer-Viren gelitten.

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