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Deutsche Herzstiftung: Die meisten Schlaganfälle kündigen sich an

Deutsche Herzstiftung: Die meisten Schlaganfälle kündigen sich an

Viele Schlaganfälle, die sich scheinbar aus heiterem Himmel ereignen, wären vermeidbar, so die Deutsche Herzstiftung. Eine einfache Pulsmessung genüge bereits, um das Risiko zu erkennen.

Berlin. Ein Schlaganfall hat häufig eine medizinische Vorgeschichte, von der die Betroffenen nichts gespürt haben, warnt die Deutsche Herzstiftung. Das sogenannte Vorhofflimmern des Herzens erhöht, wird es nicht behandelt, das Risiko für den Hirninfarkt. Jedes Jahr verursache Vorhofflimmern 30 000 Schlaganfälle, so die Herzstiftung.

Die Stiftung empfiehlt, regelmäßig den Puls zu messen, um einen unregelmäßigen Herzschlag früh zu erkennen. Bereits mit diesem einfachen Verfahren ließe sich "die Mehrheit der Schlaganfälle aufgrund von unbemerktem Vorhofflimmern vermeiden", so der Kardiologe Professor Günter Breithardt vom Uniklinikum Münster. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Herzstiftung. Empfohlen wird die Pulkontrolle Menschen ab dem 65. Lebensjahr und grundsätzlich jedem Bluthochdruck-Patienten.

Das Risiko für Vorhofflimmern steigt mit dem Alter. Bei den über 60-Jährigen sind rund fünf Prozent betroffen, bei den über 80-Jährigen bereits mehr als doppelt so viele. Der Puls wird mit Zeige- und Mittelfinger an der Unterarmarterie gemessen. Die Herzstiftung rät, 30 Sekunden lang die Pulsschläge zu zählen und diesen Wert zu verdoppeln. Ist der Puls unregelmäßig oder liegt er in Ruhe über 100 Schlägen pro Minute, sei das ein Grund, schnell einen Arzt aufzusuchen. Die Stiftung informiert über dieses Thema auch im Internet.

herzstiftung.de/puls-messen