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Der Weisenrat für Cyber-Sicherheit ist für Umdenken bei Passwörtern

Bonn : Weisenrat für Umdenken bei Passwörtern

Der Weisenrat für Cyber-Sicherheit in Deutschland setzt sich für eine Abkehr von komplizierten Vorgaben beim Anlegen von Passwörtern ein. „Es ist ein weit verbreiteter und verständlicher Irrglaube, dass strengere Richtlinien die Qualität der Passwörter steigern“, heißt es in dem Jahresbericht der sechs renommierten Professoren aus dem Bereich Cyber-Sicherheit.

Es gebe Situationen, in denen strengere Regeln die Qualität der gewählten Passwörter mitunter verschlechterten.

Besonders wichtig sei, Passwörter nicht mehr mit einem Verfallsdatum zu versehen. „Es ist viel gefährlicher, dasselbe Passwort für mehrere Dienste einzusetzen, als bei einem Dienst das Passwort nicht regelmäßig zu wechseln“, mahnt Matthew Smith, Professor an der Universität Bonn und am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie. Ein Wechsel sei zu empfehlen, wenn es Anzeichen gebe, dass das Passwort ausgespäht oder auf anderem Wege gestohlen wurde. Smith sagte, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik habe in seinen jüngsten Richtlinien bereits keine Vorgaben mehr zum Passwortalter gemacht. Das sei eine gute Entwicklung.

(dpa)