Internet-Archiv Mit der Zeitmaschine zu verschwundenen Seiten

San Francisco · Der Brave Browser zeigt seinen Nutzern auch gelöschte Webseiten an, indem er auf das Internet-Archiv zurückgreift.

 Wird plötzlich unter einer bekannten Internetadresse nur noch eine Fehlermeldung angezeigt, können Nutzer über die „Wayback Machine“ des Internet-Archivs eine alte Version der Webseite aufrufen.

Wird plötzlich unter einer bekannten Internetadresse nur noch eine Fehlermeldung angezeigt, können Nutzer über die „Wayback Machine“ des Internet-Archivs eine alte Version der Webseite aufrufen.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

(dpa) Internetseiten und ihre Inhalte werden häufig geändert, verschoben oder gelöscht. Wer sie dann unter der ihm bekannten Adresse sucht, sieht nur noch die Fehlermeldung „404: Seite nicht gefunden“.

Deshalb bietet der quelloffene Brave Browser in der Desktop-Version bei diesem und verwandten Fehlern ab sofort an, eine archivierte Version der gesuchten Internetseite zu öffnen. Dazu kooperiert der Browser mit dem Internet-Archiv, das seit den 1990er Jahren fortlaufend Webseiten aus der ganzen Welt archiviert. Das Projekt wird „Wayback Machine“ genannt.

Aber auch, wer den Brave Browser nicht nutzt, kann direkt unter web.archive.org nachschauen, ob und wann das Internet-Archiv die gesuchte Seite zuletzt gespeichert hat und die vorhandene Version dann öffnen.

Zudem hat das Internet-Archiv sogenannte Add-Ons, also Erweiterungen, für Firefox, Safari und Chrome entwickelt. Wird die Erweiterung installiert, werden Internetnutzer bei „404“-Fehlern direkt auf die alte Version der Seite umgeleitet, falls sie archiviert wurde.

Das gemeinnützige Internet-Archiv speichert nicht nur Webseiten, sondern so ziemlich alles an digitalen Kulturgütern, was man sich vorstellen kann: Musik, Filme, Software, eingescannte Bücher, Games, sogar Schadsoftware aus den 80er und 90er Jahren – mit dem Ziel, alles zu erhalten und frei zugänglich zu machen.

(dpa)
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