1. Leben
  2. Internet

Datenvolumen ist knapp bemessen auf dem Smartphone. Tipps zum Sparen.

Die größten Tücken beim Datenvolumen : Die Datenfresser auf dem Smartphone

Das monatliche Datenvolumen ist in manchen Mobilfunkverträgen knapp bemessen. Geht es zur Neige, ist der Ärger beim Verbraucher groß. Einige Tricks können helfen, den eigenen Bedarf zu verringern und damit Geld zu sparen.

Die Auswahl an Mobilfunktarifen ist groß. Da können Verbraucher schnell den Überblick verlieren. Eine wichtige Frage, die sich Kunden vor Abschluss eines Vertrages stellen sollten, ist, wie viel Datenvolumen sie monatlich benötigen. Denn manche Apps können schnell zum Datenfresser werden, wenn sie häufig benutzt werden. Ist das Datenvolumen im Mobilfunknetz aufgebraucht, sind entweder Mehrkosten oder Schneckentempo angesagt. Das Vergleichsportal verivox hat sich den Datenverbrauch verschiedener Smartphone-Programme genauer angeschaut.

Mal eben E-Mails unterwegs zu lesen oder mit Freunden über Whatsapp zu kommunizieren, benötige nur wenig Datenvolumen, erklärt verivox. Dafür reichten etwa 200 Megabyte (MB) im Monat aus. Denn pro Minute werden nur zehn Kilobyte (KB) für Textnachrichten und 50 KB für E-Mails verbraucht. 1024 Kilobyte sind ein Megabyte und 1024 Megabyte ergeben ein Gigabyte. Doch wer Musik herunterlädt, Videos schaut oder Fotos verschickt, muss einen höheren Bedarf einplanen.

Zu den großen Datenschluckern auf dem Smartphone gehören vor allem Videos. Zum Beispiel werden in der App des sozialen Netzwerkes Facebook laut verivox etwa drei Megabyte Daten pro Minute verbraucht. Vor allem, wenn Videos automatisch gestartet werden, fließen Unmengen an Daten durch das mobile Netz. Verivox rät daher, in den Einstellungen der App den sogenannten Autoplay-Modus auszuschalten. Das funktioniert unter „Medien und Kontakte“. Dort wählt der Nutzer den Punkt „Autoplay“ aus und kann dann einstellen, wann Videos automatisch abgespielt werden. Beim Videoportal Youtube können Nutzer in den Einstellungen über den Menüpunkt Qualität festlegen, dass hochauflösende Videos nur über eine WLAN-Verbindung gestartet werden. Um den Datenfresser Video bei Whatsapp zu zügeln, empfiehlt verivox, die in der App integrierte Kamera zu benutzen. Dann schrumpfe die Datenmenge von 20 MB pro Minute eines Videos auf sechs MB.

Auch die bei Jugendlichen beliebte Foto-Software Snapchat reiht sich bei den Datenverbrauchern ein. Die App lädt automatisch im Hintergrund neue Beiträge. „So können rund zehn MB zusätzlich pro Tag entstehen“, erklärt verivox. Und Videos benötigten 15 MB pro Minute. Daher rät das Portal, in den Einstellungen unter „Mehr Möglichkeiten“ den Daten-Sparmodus auszuwählen, damit unter anderem die automatische Aktualisierung unterbunden wird.

Im Browser des Smartphones können ebenfalls Daten gespart werden. In den Einstellungen kann der Nutzer auswählen, dass Bilder und Videos nicht automatisch heruntergeladen werden. Google liefert darüber hinaus mit der Android-Version seines Chrome-Browsers den sogenannten Lite-Modus, der Webseiten in geringeren Datenmengen herunterlädt.

Um den eigenen Bedarf einzuschätzen, können Smartphone-Besitzer ihre durchschnittliche Nutzungsdauer pro Tag in den Einstellungen des Geräts herausfinden. Bei Android gibt es den Menüpunkt „Digitales Wohlbefinden“ oder „Digital Wellbeing“. In den Einstellungen von iOS heißt diese Funktion „Screen Time“. Dort kann sich der Nutzer anschauen, wie viel Zeit er durchschnittlich pro Tag mit Apps verbringt. Mit diesen Angaben kann er dann überschlagen, wie viel Datenvolumen er pro Monat im Schnitt benötigt. „Grundsätzlich gilt: Je öfter der Nutzer per WLAN ins Netz geht, desto länger hält seine Datenflatrate – und er surft in der Regel schneller“, erklärt verivox. In vielen Innenstädten gebe es mittlerweile kostenlosen Zugang zum drahtlosen Internet.