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Das Sporthemd misst den Herzschlag

Hannover. Ein Haus lernt von seinen Bewohnern, eine App führt Fahrgäste beim Umsteigen immer zum richtigen Bussteig und ein Sporthemd misst das Stressniveau bei Sportlern. Das sind nur einige Ideen von kleinen Technologiefirmen auf der Cebit. dpa-Mitarbeiter Fabian Kurmann

Die Halle Code_n auf der Cebit sprudelt vor Ideen über. Hier stellen junge Technologie-Unternehmen ihre Ideen vor, den Alltag weiter zu vernetzen. Nach ihren Vorstellungen kann der Anwender bald sein Fahrradschloss per Smartphone abschließen und die Sportbekleidung informiert über das aktuelle Stresslevel. Hier einige Projekte der jungen Unternehmen.

Intelligentes T-Shirt

Im Sporthemd von Ambiotex stecken Sensoren für Vitaldaten. "Sie zeichnen die Herzrate sehr genau auf", sagt Sprecherin Cora Dharmani am Messestand. Veränderungen der Rate ließen dann auf das Stressniveau schließen. Daneben werden Atemfrequenz und Luftdruck gemessen und ein Fallsensor zeigt Stürze an. Wenn das Smartphone über Bluetooth verbunden sei, könne sogar der optimale Trainingspunkt ermittelt werden, sagt Dharmani. Dafür seien sonst teure Laktattests notwendig. Die Uni Mainz ist Kooperationspartner und testet den Prototyp gerade.

Die Firma Fuz Designs aus dem US-Staat Utah bringt das "Noke U-Lock" auf die Messe: Ein Fahrrad-Bügelschloss, das mit dem Smartphone geöffnet werden kann. "Das Schloss kommuniziert auf Knopfdruck über Bluetooth mit dem Smartphone", sagt Vertriebsleiter Justin Hanning. Die Berechtigung zum Öffnen könne einfach per App mit anderen Personen geteilt werden. Über eine Abfolge von kurzen und langen Knopfdrucken an der Seite ließe sich das Schloss notfalls auch ohne Handy öffnen, erklärt Hanning. Außerdem habe es einen Alarm, der aktiviert werde, sobald jemand länger als drei Sekunden am Fahrradschloss rüttele.

Das belgische Unternehmen Xetal bietet mit @home eine Lösung zur Ortung in Gebäuden. "Mit Hilfe von vier Temperatursensoren können wir Personen bis auf 30 Zentimeter genau lokalisieren", sagt Francesco Pessolano am Stand in Hannover . Anwendungsgebiete seien Betreuung von Senioren und Kindern, aber auch Sicherheitsbereiche in Banken. Menschen fühlten sich dabei nicht beobachtet, wie es bei einer Lösung mit Kameras der Fall wäre, sagt Pessolano. Auch könnten Aktionen im Smart-Home ausgelöst werden, sobald sich eine Person einem bestimmten Ort nähere oder ihn verlasse. So könne der Herd automatisch ausgehen, wenn niemand in der Nähe ist.



Die Smart-Home Plattform Muzzley wird in Portugal entwickelt und verspricht, vom Rasensprenger bis zur Glühbirne alles über das Internet zu vernetzen. Die Besonderheit ist die maschinelle Lernfähigkeit der Plattform. "Wer immer den Fernseher und das Licht anmacht, wenn er nach Hause kommt, dem schlägt Muzzley in Zukunft diese Aktionen vor, wenn er durch die Tür kommt", sagt Managerin Inês Raimundo. Ziel sei es, dass das Haus auf den Nutzer reagiere, ohne dass er sein Smartphone aus der Hosentasche nehmen müsse.

Vernetzter Busverkehr

"Bis 2022 soll der öffentliche Nahverkehr komplett barrierefrei sein", erklärte Christopher Goldschmidt, Manager bei Geo Mobile. Die Anwendung der Firma Geo Mobile will die Linie und die Richtung eines Busses aus dem Bordcomputer auslesen und per Bluetooth an wartende Fahrgäste übertragen. Akustische Signale in Bussen und Bluetooth-Sender an den Haltestellen weisen den Weg zum richtigen Bussteig. und in weiterer Zukunft auch zum richtigen Gleis Busfahrer sähen, wer ein- und aussteigen will, erklärt Christopher Goldschmidt. So wüssten sie, wann der Bus für Rollstuhlfahrer abgesenkt werden müsse.