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Das Handy wird als Einkaufsplattform immer beliebter - auch für Ältere

Eindeutiger Trend : Deutsche kaufen immer öfter online mit dem Smartphone ein

Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt: Das Handy nutzen mittlerweile auch vermehrt ältere Bundesbürger für einen virtuellen Einkaufsbummel.

Zum Einkauf im Internet verwenden die Deutschen immer öfter ihr Smartphone. Mittlerweile kauft schon jeder Zweite online per dem Smartphone ein, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar acht von zehn Befragten. 2016 waren es noch 39 Prozent. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Vor allem die ältere Generation gehe nun auch verstärkt mit dem Mobilgerät bummeln: 2016 kauften 20 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und sechs Prozent der über 65-Jährigen mit dem Smartphone ein. Mittlerweile seien es 29 beziehungsweise elf Prozent, stellte Bitkom fest. Sprachassistenten nutzen zwar immer mehr Menschen, beim Online-Einkauf verwendeten sie die technischen Helfer aber noch spärlich.

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Bitkom-Erhebung: Die Frage, ob sie vom heimischen Sofa aus im Netz bestellen oder zum Einkaufsbummel in der Innenstadt gehen sollen, stelle sich für die meisten Deutschen nicht. 80 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren – 56 Millionen Bundesbürger – nutzen beide Wege. Wer nicht im Web einkaufe, dem fehle meist schlicht der Internetzugang. Sei aber ein Anschluss ans Netz vorhanden, werde dieser fast immer auch zum Online-Einkauf genutzt, stellte der Digitalverband fest.

Bei der Auswahl des Online-Händlers spielten für 83 Prozent der Verbraucher der Preis, für 65 die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten und eine für 62 Prozent eine kostenlose Lieferung die größte Rolle. Gesteigerten Wert legten Nutzer außerdem auf Kundenbewertungen. Für 53 Prozent seien diese ein entscheidendes Kriterium bei der Händlerauswahl, 63 Prozent lesen Online-Kundenbewertungen generell vor dem Kauf von Produkten. 55 Prozent vergleichen, so das Ergebnis der Befragung, den Preis des gewünschten Produktes auf verschiedenen Seiten mithilfe von Vergleichsportalen, etwa guenstiger.de oder Verivox. 47 Prozent der Nutzer gingen immer zuerst auf die Seite des jeweiligen Online-Händlers, bevor sie irgendeine andere Seite aufriefen. 45 Prozent der Verbraucher hingegen verließen sich auf Testberichte, um sich vor dem Kauf zu informieren. Bei mehr als neun von zehn Befragten beeinflusse die Online-Recherche die Kaufentscheidung.