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| 19:16 Uhr

Das Fotostudio auf dem Smartphone

Um Bilder zu bearbeiten, die mit dem Smartphone gemacht wurden, verwenden viele Nutzer spezielle Apps. Nutzer haben dabei die Auswahl zwischen zahlreichen Anbietern. Foto: Zinken/dpa
Um Bilder zu bearbeiten, die mit dem Smartphone gemacht wurden, verwenden viele Nutzer spezielle Apps. Nutzer haben dabei die Auswahl zwischen zahlreichen Anbietern. Foto: Zinken/dpa FOTO: Zinken/dpa
Saarbrücken. Millionen von Fotos werden täglich in soziale Netzwerke wie Facebook hochgeladen. Viele Nutzer bearbeiten ihre Schnappschüsse zuvor mit speziellen Apps. Einige der Anwendungen machen in Kürze aus gewöhnlichen Bildern beeindruckende Fotografien. Verbraucherschützer mahnen jedoch zur Vorsicht. Nina Scheid

Smartphones haben einen regelrechten Foto-Boom ausgelöst. Die meisten Nutzer haben ihre Handys stets griffbereit. Und die Kameras der kleinen Geräte können qualitativ mit Digitalkameras mithalten. Außerdem lassen sich Smartphone-Bilder direkt bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram veröffentlichen. Um Fotos den letzten Schliff zu verpassen und kleine Makel zu kaschieren, greifen viele Nutzer auf Apps zurück, die durch Filter und andere Funktionen die eigenen Schnappschüsse professioneller aussehen lassen.

Wer das soziale Netzwerk Instagram verwendet, um Bilder im Internet zu teilen, kann auch die Effekte und Filterfunktionen der App nutzen. Versteckt hinter kryptischen Namen wie "Slumber" oder "Ludwig" verändern sie in wenigen Sekunden die Fotos. Zudem können Nutzer die Bilder zuschneiden, Helligkeit und Kontrast anpassen und die Sättigung einstellen. Anwender, die bei Instagram aktiv sind und denen die Standardfunktionen ausreichen, benötigen deshalb keine weitere Bildbearbeitungs-App. Instagram ist kostenlos für Android , iOS und Windows Phone erhältlich.

Ebenfalls ein soziales Netzwerk ist Snapchat. Auch mit dieser Anwendung können Bilder bearbeitet werden. Snapchat ist speziell für Selbstportäts, sogenannte Selfies, gedacht. Durch einen Klick auf das Gesicht werden Filter freigeschaltet, die den Fotografierten etwa in einen Hund verwandeln. Das Besondere hierbei ist, dass die Filter sich dem Gesicht anpassen und auch bei der Videofunktion bestehen bleiben. Die entstandenen Bilder können entweder direkt auf Snapchat und später auch bei anderen sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Die App gibt's für Android und iOS.

Eine reine Bildbearbeitungs-App ist Adobe Photoshop Express. Die Anwendung bietet zahlreiche Filter, die auf den Fotos beispielsweise verschiedene Jahreszeiten simulieren. Der Filter "Autumn" erzeugt ein herbstliches Licht. "Summer" lässt das Bild fröhlich und hell wirken. Auch hier können Fotos zugeschnitten werden. Mit weiteren Funktionen lassen sich Schärfe und Kontrast bearbeiten. Zudem erkennt die App rote Augen und neutralisiert diese. Adobe Photoshop Express ist kostenlos für Android , iOS und Windows Phone verfügbar. Zusatzfilter und -funktionen gibt's nach einer Registrierung für kurze Zeit. Längerfristig müssen sie kostenpflichtig hinzugebucht werden.

Um viele Eindrücke in einem einzigen Bild festzuhalten, eignet sich die App Foto Collada. Diese ermöglicht dem Nutzer, aus seinen Lieblingsbildern Collagen zu erstellen. Dabei sind verschiedene Konstellationen möglich: zwei Bilder untereinander, drei Bilder nebeneinander oder diagonale Ausrichtung. Die so erstellten Collagen können mit Rahmen, Aufklebern und Texten noch zusätzlich gestaltet werden. Die App gibt's kostenlos für Android .

Auch wenn die Foto-Apps für viele Nutzer praktisch sind, sollten Anwender sie mit Vorsicht genießen. Vor der Installation sollten sie grundsätzlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Anwendung lesen, rät Julian Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Bildbearbeitungs-Apps erforderten in der Regel einen Zugriff auf Kamera und Fotos auf dem eigenen Gerät, da sonst eine Bearbeitung nicht möglich wäre. "Man sollte darauf achten, welche Rechte sich die jeweiligen Apps einräumen lassen", erklärt Graf. Manche behielten sich das Recht vor, die bearbeiteten Bilder für ihre mitunter kommerziellen Zwecke zu benutzen.

Sobald der Nutzer ein gewünschtes Bild auswähle und zur Bearbeitung freigebe, werde dieses auf einen Cloud-Server geladen und stehe den Machern der App theoretisch frei zur Verfügung. Aus diesem Grund sollte nicht nur darauf geachtet werden, welche Fotos man online stellt, sondern auch, welche man mit bestimmten Apps bearbeitet. Ansonsten bestehe etwa die Gefahr, dass man sein eigenes Gesicht in einem fremden Kontext wiederfinde.