Darmbakterien können Autoimmunleiden beeinflussen

Darmbakterien können Autoimmunleiden beeinflussen

München. Ein Mensch besteht aus zehn Billionen Zellen, doch auf und in ihm leben zehnmal so viele Bakterien. Über 99 Prozent aller bekannten Arten sind harmlos oder, wie viele Bakterien im Darmtrakt, sogar nützlich.

München. Ein Mensch besteht aus zehn Billionen Zellen, doch auf und in ihm leben zehnmal so viele Bakterien. Über 99 Prozent aller bekannten Arten sind harmlos oder, wie viele Bakterien im Darmtrakt, sogar nützlich.

Forscher um Professor Tilo Biedermann von der TU München haben nun das Zusammenspiel der Bakterien und des Immunsystems bei Lebensmittel-Allergien untersucht. Sie konzentrierten sich dabei auf einen Teil des Immunsystems, das Darmbakterien erkennen kann. Wenn diese Erkennung, bei dem ein NOD2 genanntes Protein die Schlüsselrolle spielt, versagt, verändere sich die Immunreaktion des Körpers. Anstelle von Zellen, die das Immunsystem bremsen, wird ein Antikörper produziert, der allergische Reaktionen anstachelt. Die Forscher wollen nun klären, ob der Effekt bei Patienten genutzt werden kann, deren Darmflora geschädigt ist.

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