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Cyberbunker vermietete Server an die rechte Identitäre Bewegung

Cyberbunker im Moseltal : Cyberbunker vermietete Server an Extremisten

Im zerschlagenen Darknet-Cyberbunker in Traben-­Trarbach sind auch Daten der rechtsextremen Identitären Bewegung gespeichert worden. Ein Mitarbeiter der Betreiber habe in seiner Vernehmung erklärt, sie hätten in extremistischen Gruppierungen eine Marktlücke gesehen, sagte Oberstaatsanwalt Jörg Angerer von der Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz.

Bei der Server-Vermietung sei mit der Identitären Bewegung anders als bei anderen Kunden ein schriftlicher Vertrag geschlossen worden.

Gegen die Betreiber war Anfang April Anklage erhoben worden. Acht Tatverdächtige sollen in der unterirdischen Anlage auf Servern Speicherplatz für Webseiten angeboten haben, über die Kriminelle aus aller Welt illegale Geschäfte abwickelten. Sie sind unter anderem wegen Beihilfe angeklagt.

(dpa)