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Corona-Krise sorgt für Aufschwung auf dem E-Book-Markt

Wachstum : Corona-Krise sorgt für Aufschwung auf dem E-Book-Markt

Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie lassen den E-Book-Markt in Deutschland kräftig wachsen.

Der Umsatz von E-Books am Publikumsbuchmarkt stieg im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 um 17,8 Prozent, der Absatz kletterte um 15,3 Prozent von 16,3 auf 18,8 Millionen verkaufte Exemplare, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Freitag in Frankfurt mit. Damit entfielen in den ersten sechs Monaten rund 7,5 Prozent des gesamten Umsatzes auf dem Publikumsbuchmarkt auf E-Books; im ersten Halbjahr 2019 waren es nur 6,0 Prozent.

Der Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die bestehenden E-Book-Käufer mehr Titel kauften: Pro Kopf legte jeder Käufer im Schnitt fast einen Titel mehr in den Warenkorb als im Vorjahreszeitraum. Die Kaufintensität stieg um 15,0 Prozent von 6,0 auf 6,9 Exemplare pro Kopf. Auch die Ausgaben pro Kopf nahmen um 17,5 Prozent zu.

Die Zahl der E-Book-Käufer stieg indes im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 nur leicht um 0,3 Prozent. Damit erwarben wie im Vorjahr auch in den ersten sechs Monaten 2020 rund 2,7 Millionen Menschen E-Books.

Ein Vergleich der ersten beiden Quartale 2020 zeigt nach Darstellung des Börsenvereins, dass das Wachstum ausschließlich aus der Zeit nach Beginn der Einschränkungen in der Corona-Pandemie stammt. Während der Umsatz im ersten Quartal 2020 um 0,4 Prozent zurückging, legte er von April bis Juni im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 um 38,9 Prozent zu.

Betrachtet man die Wochen der Buchhandlungsschließungen isoliert, stieg der Umsatz mit elektronischen Büchern um 43,5 Prozent, der Absatz um 34,8 Prozent. Aber auch nach der Wiedereröffnung der Buchläden blieb das E-Book gefragt: Noch zu Ende des ersten Halbjahres verzeichnete das E-Book 42,8 Prozent mehr Umsatz und 41,7 Prozent mehr Absatz als im Vorjahreszeitraum.

carens01

(kna)