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Corona: Diese Rechte gelten beim sogenannten Click & Collect

Corona-Pandemie : Auch wer Internet-Einkäufe abholt, behält sein Widerrufsrecht

Im Internet zu bestellen und anschließend die Ware anschließend im Laden abzuholen, erfreut sich wachsender Beliebtheit – nicht erst seit der Corona-Pandemie. Nicht nur große Ketten mit vielen Filialen bieten den Service inzwischen an, sondern auch immer mehr Einzelhändler.

Allerdings bleiben bei manchen Verbrauchern Zweifel, welche Art Vertrag bei einem solchen Kauf eigentlich geschlossen wurde. Gilt das vom Onlineshopping her bekannte Widerrufsrecht? Und wenn ja, in vollem Umfang?

Die Antwort lautet: ja, es gilt. Ist die Ware auf einer Internetseite bestellt worden, gilt auch das bei Onlinekäufen übliche zweiwöchige Widerrufsrecht, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die weiteren Umstände des Vertragsschlusses, zum Beispiel die Abholung im Laden oder die Bezahlart, spielten dafür keine Rolle.

Fällt die endgültige Kaufentscheidung allerdings erst bei der Abholung, bestehe kein Widerrufsrecht. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Ware über die Internetseite ausdrücklich nur reserviert worden ist, führen die Verbraucherschützer aus.

Möchte die Kunden den Kauf widerrufen, müssen sie gegenüber dem Händler am besten per E-Mail, Fax oder Brief erklären. Die bestellte Ware einfach nicht abzuholen oder zurückzusenden, gilt nicht als Widerruf, erläutern die Experten. Hat jemand nach einem Kauf per Click & Collect, wie das Verfahren auch genannt wird, rechtmäßig von seinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht, muss er die Ware nicht zwingend zurücksenden, sondern kann sie nach Ansicht der Verbraucherzentrale auch im Geschäft abgeben.

Wer sich für die Rücksendung per Paketdienst entscheidet, sollte wissen, dass er als Kunde grundsätzlich die Kosten für das Paket übernehmen muss, wenn der Händler die Kostenübernahme nicht von sich aus anbietet. Und der Händler muss die Rücksendekosten den Angaben zufolge dann tragen, wenn er vor dem Vertragsschluss nicht darüber informiert hat, dass Kunden die Kosten einer eventuellen Rücksendung selbst zahlen müssen.

(dpa)