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Zukunft der Arbeit
Menschen entscheiden auch künftig

Ehningen. Computer und Roboter werden nach Einschätzung des obersten IBM-Digitalstrategen auf lange Sicht nicht die Kontrolle in Firmen übernehmen. „Computer werden keine autonomen Entscheidungen treffen“, sagt IBM-Manager Bob Lord. Von dpa

„Mit Blick auf Künstliche Intelligenz sind wir weit von dem entfernt, was wir in Hollywood vorgespielt bekommen“, so Lord, der für die Digitalstrategie des IT-Konzerns zuständig ist.


Eine Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) bestätigt, dass die Furcht, Computer und Roboter würden Millionen von Jobs kosten, unbegründet ist. Zwar würden auch Jobs verschwinden, aber die Roboter-Revolution schaffe in den kommenden fünf Jahren netto 58 Millionen neue Arbeitsplätze. Nicht nur die Informatik und andere Arbeitsfelder, die direkt mit der Digitalisierung zusammenhängen, profitierten laut dem WEF von der Entwicklung. Auch Jobs in der Dienstleistung, etwa im Verkauf, der Ausbildung oder im kulturellen Bereich seien in Zukunft besonders gefragt.

„Ich verstehe die Angst, dass Künstliche Intelligenz Jobs kostet“, sagt Lord. „Aber wer sich mit der Technologie auseinandersetzt, der wird sie beherrschen, nicht umgekehrt.“ In Personalabteilungen beispielsweise müssten künftig die Mitarbeiter keine Stapel von Bewerbungen mehr sichten. „Das macht die Software“, so Lord. „Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheiden, wer eingestellt wird.“ Das Gleiche gelte für Ärzte: Die Software gehe für sie durch Studien, aber sie fällten am Ende die Entscheidung.