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Brustkrebs-Diagnose per Urinprobe

Brustkrebs-Diagnose per Urinprobe

Freiburg. Forscher der Uniklinik Freiburg haben ein Verfahren entwickelt, Brustkrebs per Urinprobe nachzuweisen. Der Test spricht auf typische Stoffwechselprodukte der Krebszellen an. Die Forscher untersuchen Konzentrationen von neun sogenannten Mikro-RNAs im Urin, die den Zell-Stoffwechsel steuern.

Bei vier der untersuchten Moleküle fanden sie bei einem Test mit 48 Patientinnen deutliche Unterschiede zwischen Gesunden und Kranken.

Das Verfahren habe eine Trefferquote von 91 Prozent. Es könne möglicherweise zur Kontrolle einer Therapie oder zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt werden. Brustkrebs ist der häufigste Tumor bei Frauen. Jede achte Frau in Deutschland erkrankt, mehr als 17 000 Frauen sterben jährlich daran. Bislang wird der Krebs meist durch Mammografie oder Ultraschall festgestellt und mit einer Gewebeentnahme gesichert. Doch Strahlenbelastung, falsch-positive Befunde und die Belastung durch die Gewebeentnahme haben zu viel Kritik geführt.