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Breitband-Internet auf dem Land deutlich schlechter ausgebaut

Düsseldorf. Je ländlicher, desto langsamer. Dorfbewohner haben es oft schwer, einen schnellen Internetzugang zu bekommen. LTE- und Hybridanschlüsse können eine Lösung sein. Agentur

Wer außerhalb der Ballungsräume wohnt, hat beim schnellen Internetzugang häufig das Nachsehen. Landbewohner sollten deswegen auch prüfen, ob für sie der Internetzugang über den Funkstandard LTE (Long Term Evolution ) eine Option ist. Mittlerweile bieten auch einige Anbieter Hybridtarife an, die drahtloses LTE und DSL kombinieren. Das ist eine der Erkenntnisse der Untersuchung "Freie Fahrt für Glasfaser & Co?" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Sie hat den Zustand der Breitbandverbindungen in Deutschland untersucht. Das Ergebnis: Momentan bewegen sich Stadt und Land beim schnellen Netzzugang massiv auseinander.

Schnelle VDSL- oder Glasfaseranschlüsse lassen sich in ländlichen Regionen nur schwer wirtschaftlich realisieren. Nur rund die Hälfte aller Nutzer auf dem Land kommt laut Breitbandatlas des Bundesministeriums für digitale Infrastruktur in den Genuss von mehr als 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/S). Für rund 15 Prozent der Nutzer ist schon bei weniger als sechs Mbit/S Schluss. Technologien wie VDSL, die auch in bestehenden Netzen mit Kupferkabeln die Geschwindigkeit steigern könnten, kommen hier wegen der großen Abstände zu den Verteilerkästen oft nicht in- frage, der Glasfaserausbau lohnt sich für die Anbieter häufig nur in Neubaugebieten.

Die Studie legt aber auch nahe, dass für Landbewohner Hoffnung besteht. Das hat auch mit dem geänderten Konsumverhalten zu tun. Anders als früher sind mittlerweile immer mehr Menschen bereit, für ein Plus an Netzgeschwindigkeit auch mehr zu zahlen. Vier von zehn Befragten des Digital Democracy Survey 2014 gaben an, dass sie für eine doppelte Geschwindigkeit ihres stationären Internetanschlusses zusätzlich zahlen würden. Dadurch, so die Studie, könnte bei den Telekommunikationsunternehmen die Bereitschaft, auch in ländlichen Räumen zu investieren, steigen.