Bitkom-Umfrage: Smart Home wird bei den Deutschen immer beliebter

Bitkom-Umfrage : Das vernetzte Zuhause wird bei den Deutschen immer beliebter

Drei von zehn Bundesbürgern nutzen mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Das geht aus einer Erhebung des Digitalverbandes Bitkom hervor. Unter Smart Home versteht man Geräte, mit denen sich Teile des eigenen Zuhauses aus der Ferne oder per Automatik steuern lassen.

Diese Geräte sind oft auch untereinander vernetzt.

Bei der Umfrage ging es zentral darum, warum sich die Teilnehmer für ein vernetztes Zuhause entschieden haben. 64 Prozent gaben ab, sich mehr Komfort und Lebensqualität ist zu wünschen. 54 Prozent wollen ihre Wohnung sicherer machen, etwa durch vernetzte Alarmsysteme, Rauchmelder oder Videoüberwachung. Das sehen 59 Prozent der Männer so, bei den Frauen sind es 48 Prozent.

Für 44 Prozent der Befragten ist der Wunsch nach einem energieeffizienteren Leben ein wichtiger Grund für ein smartes Zuhause. Scheint die Sonne, wird die Heizung automatisch heruntergeregelt, verlassen alle Bewohner das Haus, schaltet das System in einen Energiesparmodus. Dazu kommt: Wer den Energieverbrauch reduziert, der spart auch Geld. Drei von zehn Befragten haben sich deshalb für Smart-Home-Anwendungen in ihrem Zuhause entschieden.

Dass sie länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben wollen, sagen zwar nur sechs Prozent der Befragten, die Bedeutung dieses Themas wächst laut Bitkom jedoch. Mit Blick auf die alternde Gesellschaft sei ein Zuhause, das mitdenkt und sich an altersgerechte Ansprüche anpasst, sehr wertvoll. Ein Sensor, der erkennt, wenn der Herd nicht ausgeschaltet wurde, könne den Bewohner warnen. Das Licht könne sich automatisch einschalten, wenn der Bewohner ein Zimmer betritt und so verhindern, dass er stolpert. Und sollte der Bewohner doch einmal gestürzt sein und hilflos am Boden liegen, könne das intelligente Zuhause Angehörige oder Rettungskräfte benachrichtigen.

Es gibt jedoch auch noch Vorbehalte gegenüber der Technologie. So geben 37 Prozent der Befragten, die noch keine Smart-Home-Anwendungen haben, an, ihnen seien die Geräte zu teuer. 36 Prozent halten die Bedienung für zu kompliziert und 27 Prozent sorgen sich um ihre Privatsphäre. 17 Prozent sagen, ihnen sei der Nutzen von Smart Home noch unklar.

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