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Betrüger werfen den Daten-Köder aus

Betrüger werfen den Daten-Köder aus

Viele Internetnutzer kennen die Versuche von Kriminellen, über gefälschte E-Mails oder Webseiten an private Daten zu kommen. IT-Expertin Marie-Therese Walter von der Saar-Uni erklärt, wie sie sich schützen können.

Die E-Mail der Bank sah täuschend echt aus. Wegen einer Störung im Onlinesystem solle der Bankkunde doch bitte seine Zugangsdaten und seine PIN einmal per E-Mail bestätigen. Mit solchen Tricks versuchen Kriminelle, an private Zugangsdaten zu gelangen. Phishing nennen Experten das Abgreifen von Informationen mit Hilfe gefälschter E-Mails oder Webseiten , die dem jeweiligen Original täuschend ähnlich sehen. Eine Phishingseite sei in weniger als einer Stunde gebaut, so die Informatikerin Marie-Therese Walter von der Saar-Uni.

Zwar sei die Anzahl solcher Betrugsfälle in Deutschland laut dem IT-Branchenverband Bitkom rückläufig, Entwarnung könne nicht gegeben werden. Immer wieder versuchen Cyberkriminelle diese Masche - und werden dabei immer geschickter. Wer sich nicht sicher ist, ob die E-Mail, die er gerade erhalten hat, tatsächlich vom genannten Unternehmen stammt, sollte im Zweifelsfall telefonisch oder vor Ort nachfragen. Stutzig werden sollte man stets dann, wenn per E-Mail zur Eingabe von privaten Daten wie etwa Passwörtern aufgefordert wird - das verlangt kein seriöses Unternehmen. Auf keinen Fall sollten Nutzer auf in der Mail enthaltene Links klicken, denn diese können zu mit Viren verseuchten Webseiten führen.

Wer bei einer Webseite unsicher ist, ob er an der richtigen Adresse ist, sollte das anhand des Zertifikats überprüfen. Dazu klickt man im Browser auf das kleine Symbol, das in der Adresszeile links der URL steht. Viele gefälschten Seiten verraten sich auch durch merkwürdige Adressen wie etwa sparkasse.de.com oder unübliche Zusätze wie 123sparkasse.de.