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Ausgangsbeschränkungen machen Mitglieder sozialer Netzwerke kreativ

Kreativer Zeitvertreib : Schräge Beschäftigungsideen in sozialen Netzwerken

(dpa) Soziale Medien platzen im Moment wegen der Ausgangsbeschränkungen vor ulkigen Beschäftigungstipps und Späßen, mit denen sich Nutzer die Zeit vertreiben. Einige schräge Beispiele:

Weil manche Jobs einfach nicht zu Hause gemacht werden können, sucht sich der ein oder andere Ersatz. So auch Fußballkommentator Robby Hunke. Auf Twitter hat er unter dem Stichwort #­KommentatorInQuarantaene Videos hochgeladen, in denen er mal den Straßenverkehr vor seinem Fenster, mal die morgendliche Wahl seiner Kleidung oder das Verhalten von Fußgängern kommentiert, denen er aus seinem Fenster einen Ball vor die Füße wirft. „Stark gestoppt, super Ballannahme“, legt Hunke etwa los, als einem leicht verdattert wirkenden Fußgänger der Ball vor die Füße plumpst. Als der Mann schließlich daran scheitert, den Ball zurück in eines der oberen Stockwerke zu werfen, kommentiert Hunke: „Ahh, das ist mir zu schwach! Das funktioniert noch nicht, ist mir auch zu wenig Arbeit gegen den Ball.“

In Zeiten der Corona-Pandemie ist das einsame Feierabendbier ein Gebot der Sicherheit. Einen Scherz hat sich daraus ein Instagram-Nutzer gemacht. Er ist allein und prostet nur sich selbst zu und zwar in den zahlreichen Spiegeln seines Badezimmers. Ein anderer Nutzer postet auf Twitter seine Abendpläne: „Ich habe in jedes Zimmer zwei Bier gestellt. Heute Abend mache ich eine Kneipentour.“

Jetzt eine Runde kicken. Darauf haben wohl trotz sozialer Distanzierung einige Fußballfans Lust. Aber nicht nur der Bolzplatz fehlt, auch einen Ball haben viele nicht zu Hause – Klopapier hingegen schon. Kicken mit Toilettenpapierrollen rangiert momentan im Internet ganz weit oben. Angeblich hat Weltfußballer Lionel Messi die Sache angestoßen. Sind die Stadien geschlossen, muss auch ein Profikicker erfinderisch werden. Die Aufgabe: Wer hält die Rolle am längsten in der Luft?

Angewohnheiten aus dem Büroalltag beizubehalten, rät so mancher Artikel für gutes Arbeiten im Home Office. Auf Twitter ist das Bild eines Mannes zusehen, der sich das offensichtlich zu Herzen genommen hat: Wie auf dem täglichen Arbeitsweg mit der U-Bahn hält sich der Mann an einer Stange fest, schaut auf sein Handy und hat seine Kopfhörer in den Ohren. Erst beim zweiten Hinsehen fällt auf: Der Mann steht gar nicht in der U-Bahn, sondern im Badezimmer. Die Stange, die er umklammert, ist die des Duschvorhangs vor der Badewanne. In dem Kommentar zu dem Foto steht: „Kollege auf dem Weg ins Home Office.“

(dpa)