| 19:29 Uhr

Apps sammeln zu viele Daten

Darmstadt. Vor allem ältere Versionen des Android-Betriebssystem sind betroffen. Agentur

Viele Android-Apps verlangen Berechtigungen, die für ihre Funktionalität nicht notwendig sind. Das könne zu einer Verletzung der Privatsphäre führen, wenn private Daten an fremde Server verschickt werden, warnt die Forschungsgruppe Secuso (Security, Usability and Society) der TU Darmstadt.



Besonders betroffen von dem Problem seien Nutzer von Android-Betriebssystemen vor der Version 6, bei denen es noch keine Möglichkeit gibt, Berechtigungen einzeln zu verweigern. Solche Anwender müssten im Google Play Store ein besonderes Augenmerk auf die geforderten Berechtigungen und die Nutzer-Kommentare haben. Bei den Bewertungen der Apps gilt laut den Experten: Bei weniger als 30 Urteilen ist die Einschätzung wenig aussagekräftig. Erst 100 Bewertungen oder mehr könnten einen Hinweis auf ein vertrauenswürdigeres Gesamturteil sein.

Das Secuso-Team der TU Darmstadt entwickelt selbst Apps, die nur die für die Funktionalität nötigen Berechtigungen einfordern und keine Nutzungsdaten sammeln. Sie stehen im Google Play Store unter dem Stichwort "Privacy Friendly Apps" zur Verfügung.