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Homepod konkurriert mit Amazon Echo und Google Home
Apple bringt seinen Lautsprecher nach Deutschland

Gut ein Jahr nachdem Apple seinen Homepod vorgestellt hat, ist der Lautsprecher hierzulande erhältlich.
Gut ein Jahr nachdem Apple seinen Homepod vorgestellt hat, ist der Lautsprecher hierzulande erhältlich. FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Berlin. Gut vier Monate nach dem Start in den USA hat es Apples vernetzter Lautsprecher Homepod auch nach Deutschland geschafft. Vorgestellt wurde der Homepod, der mit der vom iPhone bekannten Sprachassistentin Siri ausgestattet ist, bereits im Sommer 2017. Erste Exemplare waren aber erst ab Februar 2018 verfügbar, zunächst in den USA, Großbritannien und Australien.

Die Einrichtung des Homepods ist einfach, benötigt wird allerdings ein weiteres Apple-Gerät ab iOS-Version 11.2.5, also ein iPhone 5s oder höher, ein iPad der fünften oder ein iPod Touch der sechsten Generation. Durch Bluetooth verbinden sich beide. Einstellungen wie etwa das WLAN-Passwort werden in Sekunden vom ersten Apple-Gerät auf den Homepod übertragen.


Klanglich spielt der Homepod in einer höheren Liga als die Mitglieder der Echo-Familie von Amazon. Sind zwei Homepods im Einsatz, verbessere sich der Klang noch weiter, erklärt der Hersteller.

Allerdings kann der Homepod derzeit nur im Apple-Universum bestehen: Man benötigt für den vollwertigen Betrieb nicht nur ein aktuelles iOS-Gerät, sondern auch die entsprechenden Musik-Dienste. Zwar können vom iPhone aus beliebige Inhalte auf den Homepod gestreamt werden. Will man aber ohne iPhone, iPad, Apple TV oder iPod touch auskommen und direkt per Sprachkommando Musik auf dem Homepod abspielen, kommt man um ein Abo bei Apple nicht herum.



Hier sind die Amazon-Geräte viel flexibler und bieten etwa eine Unterstützung für Spotify, um den Streamingdienst direkt auf den Lautsprecher zu bringen. Beim Homepod muss man für die Nutzung von Diensten außerhalb von Apple Music das iPhone oder iPad bemühen und die Musik auf den Homepod umleiten.

Außerdem versteht der Homepod nur Siri, während andere Hersteller smarte Lautsprecher auf den Markt bringen, die mehrere Dienste unterstützen. Auf Deutsch spricht die Assistentin oft holprig, leicht mechanisch und mit falsch betonten Worten.

Der Kontrast wird besonders deutlich im Vergleich zur flüssigen Sprache von Amazons Alexa, bei der man genauso wie beim Google Assistant auch schnelle Rückfragen stellen kann, ohne dass sie noch einmal das Rufwort hören muss. Auch Siri kann sich zwar den Kontext für eine gewisse Zeit merken, muss aber bei jeder Frage erst erneut mit „Hey, Siri“ angesprochen werden.