| 20:39 Uhr

Ambitionierte Ziele des Konzernriesen
Amazon will seine Sprachassistentin Alexa weiter verbreiten

Mit der neuen Bassbox Echo Sub will Amazon den oft kritisierten Klang seiner Lautsprecherboxen verbessern.
Mit der neuen Bassbox Echo Sub will Amazon den oft kritisierten Klang seiner Lautsprecherboxen verbessern. FOTO: dpa-tmn / Amazon
Seattle. Amazon will mit neuen Geräten und Diensten für seine Assistenzsoftware Alexa den Markt für vernetzte Eigenheime erobern. Dazu wird der Online-Händler den Herstellern von Hausgeräten künftig Module anbieten, mit denen sie Alexa in ihre Produkte integrieren können. dpa

Außerdem will Amazon Alexa verstärkt in Autos und Fernseher bringen.


An neuer eigener Hardware entwickelt Amazon unter anderem eine aufgefrischte Version mehrerer Modelle der Lautsprecherbox Echo sowie ein neues Gerät mit dem Namen Echo Input, das Lautsprecher anderer Anbieter mit Alexa verknüpfen soll. Neu im Programm ist auch die Bassbox Echo Sub, der den für ihren Klang oft kritisierten Echo-Lautsprechern einen satteren Bass verpassen soll. Für andere Lautsprecher-Hersteller richtet Amazon zudem neue Schnittstellen ein, mit deren Hilfe sie ihre Geräte in verschiedenen Räumen zusammenschalten können.

Amazon hatte mit den 2014 gestarteten Echo-Geräten und Alexa die Kategorie smarter Lautsprecher mit digitalen Assistenten etabliert. Inzwischen ist es ein hart umkämpfter Markt. So versucht Google, seinen Assistant ebenfalls in eigenen und fremden Lautsprechern in den Markt zu bringen. Und Apple brachte vor einigen Monaten den Lautsprecher Homepod mit seiner Assistentin Siri heraus. Außerdem bietet Apple mit Homekit eine Software-Alternative zur Smart-Home-Steuerung an.



Datenschützer sehen die möglichen Auswirkungen der neuen Technologie kritisch. So hat Julian Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Datenschutzbestimmungen von Echo unter die Lupe genommen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung der Box „nicht ohne Risiko für Verbraucher“ sei. Amazon sammle nicht nur die Mitschnitte der Anfragen, sondern auch Internet- und E-Mail-Adressen, Passwörter sowie die Reihenfolge, in der Webseiten aufgerufen würden.

Peter Knaak von Stiftung Warentest sieht das ähnlich: „Mit Echo holen sich Nutzer praktisch eine Wanze in die Wohnung“, sagt er. Das sei allerdings ein grundsätzliches Problem aller Sprachassistenten.