Amazon legt die Preislatte höher

Amazon legt die Preislatte höher

Der Online-Händler Amazon legt seinen Premium-Kundenservice Prime mit seinem Video-Streamingdienst Lovefilm zusammen. Prime-Kunden können künftig unbegrenzt auf eine Auswahl von über 12 000 Filmen und Serienfolgen zugreifen, wie das Unternehmen am Freitag ankündigte.

"Prime Instant Video", so der neue Name des Dienstes, ist ab dem 26. Februar außer auf Computern, Smartphones und Tablets auch auf TV-Geräten mit Internet-Anschluss und Spielkonsolen nutzbar. Seit langem wird auch über Pläne für eine Settop-Box von Amazon spekuliert, die die Amazondienste auf den Fernseher bringen soll.

Im Vergleich zum bisherigen Lovefilm-Tarif von 84 Euro pro Jahr (sieben Euro pro Monat)setzt der Handels-Konzern den Preis des neuen Prime-Programms mit 49 Euro pro Jahr sehr tief an. Die Preise der konkurrierenden Anbieter von "Video-on-Demand"-Diensten (Videos auf Abruf) wie Maxdome, Sky oder Watchever liegen in etwa gleichauf bei ungefähr 80 bis 100 Euro pro Jahr. Auch der US-Videodienst Netflix plant eine Europa-Expansion.

Für Prime-Kunden wird sich mit der Zusammenlegung der Dienste der Preis von bislang 29 Euro um 20 Euro pro Jahr erhöhen. Es sei keine Möglichkeit vorgesehen, das bisherige Prime-Programm mit schnellerem Gratis-Versand und Zugang zur Kindle-Leihbücherei zum alten Preis fortzuführen. Wer bereits Kunde ist, bekomme Zugriff auf das Videoangebot und wechsele mit Auslaufen seiner jährlichen Mitgliedschaft zum neuen Tarif. Wer Prime bis zum offiziellen Starttermin am 26. Februar buche, könne das neue Angebot auch noch ein Jahr zum alten Preis nutzen.

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