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Pflanzen mit Sonne im Namen
Sommerliche Gewächse für den Garten

Die klassische Sonnenblume stammt ursprünglich aus Amerika und kann bis zu zwei Meter groß werden.
Die klassische Sonnenblume stammt ursprünglich aus Amerika und kann bis zu zwei Meter groß werden. FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Dresden/Bonn. Bei Pflanzen wie der Sonnenblume, dem Sonnenröschen oder dem Sonnenhut ist der Name Programm.

() In vielen Gärten erblühen nun wieder sommerliche Zierpflanzen. Gewächse wie Sonnenwende, Sonnenbraut, Sonnenauge und Sonnenblume tragen das Sommergefühl sogar buchstäblich im Namen. „Die Namen sind oft Übersetzungen der botanischen Bezeichnungen, die das griechische Wort für Sonne, „helios“, enthalten“, erklärt Beate Kollatz, Referentin für Zierpflanzenbau beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die wohl bekannteste Vertreterin ist Helianthus, die Sonnenblume. „Ihr Blütenstand wandert jeden Tag aufs Neue mit der Sonne“, erklärt Kollatz. Ist sie mal vollständig erblüht, bleibt sie aber gen Osten fixiert.


Die ursprünglich aus Amerika stammende klassische Sonnenblume ist eine einjährige Pflanze, es gibt aber auch bei den Sonnenblumen mehrjährige Stauden. „Je nach Sorte können Sonnenblumen einen halben Meter oder mehr als zwei Meter groß werden. Sie blühen zwischen hellem Zitronengelb bis hin zu Rotbraun, die Blüten sind einfach oder gefüllt“, erklärt Kollatz. „Sonnenblumen mit einfachen Blüten sind eine tolle Bienenweide, die ölhaltigen Kerne dienen den Vögeln im Winter als Nahrung.“ Abgesehen von einem sonnigen Platz genüge den Sommerblumen normale Gartenerde. „Man muss die Pflanze nur ordentlich gießen und düngen“, sagt Kollatz.

Ebenfalls aus Amerika stammt die Sonnenbraut, von der es mehr als 30 Arten gibt. Die ein- oder mehrjährige, bis zu 1,50 Meter hohe Staude blüht von Juli bis September, und das in vielen Farben: Je nach Züchtung umgeben gelbe, orange, rote und rot-braune Blätter den kugelförmigen Blütenstand. „Die Sorten gehen meist auf Kreuzungen mit der Großblütigen Sonnenbraut „Helenium autumnale“ zurück“, sagt Wolfgang Härtel, Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner in Bonn.



Die Zierpflanzen gedeihen am besten an einen sonnigen, feuchten Standort. Braun blühende Sorten vertragen laut Härtel aber auch etwas weniger Sonne. „Im Halbschatten blühen sie oft sogar noch länger.“

Wie die Sonnenblume richtet auch das Sonnenröschen seine Blüte nach dem Himmelskörper aus. Die Pflanzenfamilie umfasst mehr als 100 Arten, die in unterschiedlichen Ausprägungen in Süd-, West- und Osteuropa zu Hause sind. Je nach Sorte blüht die gerade mal 20 Zentimeter hohe Staude meist in Gelb oder Orange, aber auch in Weiß, Creme oder Rosa und Hellviolett. „Sonnenröschen kommen in kleinen Komplexen am besten zur Geltung“, findet Härtel. Als ideal gelte ein sonniger Standort mit trockenem, durchlässigem Boden.

Auch die Sonnenwende folgt dem Stern, was ihren Namen begründet. Ursprünglich kommt der bis zu 60 Zentimeter hohe Strauch aus Peru. Hierzulande ist er auch unter dem Namen Vanilleblume bekannt. Aus gutem Grund: „Die Blüten besitzen eine intensive violette Farbe und verströmen einen wohlriechenden Duft“, sagt Axel Klodt, Vorstandsmitglied beim Bundesverband Einzelhandelsgärtner. Da die Sonnenwende nicht frosthart sei, kultiviere man sie am besten im Topf. Die Pflanze benötige einen nährstoffreichen Boden und während der Blüte viel Dünger.

Unter der Bezeichnung Sonnenhut sind gleich zwei Zierpflanzen bekannt: Scheinsonnenhut und der Gewöhnliche Sonnenhut. Die Namen verdankt er seinem Aussehen: „Mit seinem goldgelben, körbchenförmigen Blütenstand und der dunkelbraunen Mitte sieht er aus wie ein breitkrempiger Hut“, erklärt Klodt. Ursprünglich stamme die etwa einen Meter hohe, pflegeleichte Pflanze aus den feuchten, lichten Waldgebieten im Osten der USA. „Im Halbschatten verträgt sie aber auch trockenen Boden“, erklärt Klodt. Im Frühjahr gepflanzt, blühe die mehrjährige Staude ab August. Insgesamt gebe es 20 Arten, drei sind laut Klodt in Europa ansässig. 

Der Scheinsonnenhut kommt ebenfalls aus Nordamerika. Die mehrjährige Staude ist auch unter den Namen Roter Sonnenhut, Purpursonnenhut oder Igelkopf bekannt. Sie bevorzuge feuchte nährstoffreiche Böden und gelte als extrem winterhart. Hierzulande hat sich die bis zu 1,50 Meter hohe Pflanze, die von Juli bis September blüht, aufgrund ihrer bunten Blüten zu einer Modeblume entwickelt.

(dpa)