Antrag auf Förderung Solarstrom und Ladesäule – so bekommen Sie bis zu 10 200 Euro Zuschuss vom Staat

Photovoltaikanlage, Ladesäule, Solarspeicher – Bundesverkehrsminister Volker Wissing will diese Kombination jetzt fördern. Was Sie tun müssen, um sich bis zu 10 200 Euro vom Staat zu sichern.

Ein Elektroauto hängt an einer Ladestation in einer Garage: Die Kombination aus Ladestation, Photovoltaikanlage und Solarstrom wird vom Bund gefördert.

Ein Elektroauto hängt an einer Ladestation in einer Garage: Die Kombination aus Ladestation, Photovoltaikanlage und Solarstrom wird vom Bund gefördert.

Foto: imago images/Martin Bäuml

Das Elektroauto steht in der Garage und wird mit Strom aus der hauseigenen Photovoltaikanlage geladen: Dieses Modell für die Mobilität der Zukunft will Bundesverkehrsminister Volker Wissing jetzt mit staatlichem Geld fördern. 500 Millionen Euro stehen dafür im Förderprogramm „Solarstrom für Elektroautos“ zur Verfügung. Ab dem 26. September können dafür Anträge gestellt werden.

Wir verraten Ihnen, wie viel Geld Sie davon bekommen können, wie Sie den Zuschuss beantragen können und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen.

„Solarstrom für Elektrofahrzeuge“: Diese Technik wird gefördert

Der Zuschuss wird für den kombinierten Kauf einer Ladestation, einer Photovoltaikanlage und eines Solarstromspeichers gewährt. Konkret handelt es sich um folgende Produkte:

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Foto: imago stock&people
  • Ladestation mit mindestens 11 Kilowatt (kW) Ladeleistung
  • Photovoltaikanlage mit mindestens 5 Kilowattpeak (kWp) Spitzenleistung
  • Solarstromspeicher mit mindestens 5 Kilowattstunden (kWh) Speicherkapazität

Auch die Installation der Gesamtanlage und ein Energiemanagement-System zur Steuerung werden im Rahmen des Gesamtpakets gefördert.

„Solarstrom für Elektrofahrzeuge“: Diesen Zuschuss können Sie vom Staat bekommen

Für den Kauf und die Installation einer Ladestation, einer Photovoltaikanlage und eines Solarstromspeichers können Sie bis zu 10 200 Euro aus dem Fördertopf des Bundesverkehrsministeriums erhalten. Dieser Betrag verteilt sich wie folgt:

Für Ladestationen erhalten Sie 600 Euro pauschal, es sei denn, es handelt sich um eine Station mit bidirektionaler Ladefähigkeit. Das bedeutet, dass die über die Ladestation Strom auch vom Elektroauto wieder ins Stromnetz eingespeist werden kann. Für solche Anlagen werden 1200 Euro gewährt.

Der Zuschuss für Photovoltaikanlagen richtet sich nach der Spitzenleistung. Je Kilowattpeak (kWp) werden 600 Euro ausgezahlt. Da Sie eine Anlage mit mindestens 5 kWp kaufen müssen, beläuft sich der Zuschuss deshalb auf mindestens 3000 Euro. Der Maximalbetrag liegt bei 6000 Euro (also 10 kWp).

Auch die Förderung des Solarstromspeichers ist gestaffelt. Hier gibt es 250 Euro pro kWh. Also 1250 Euro bis zu einem Maximalbetrag von 3000 Euro.

Diese Voraussetzungen müssen Sie für die Förderung des Bundesverkehrsministeriums erfüllen

Um den Zuschuss zum Solarstrom für Elektroautos zu bekommen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Klar ist, wer zu Miete wohnt, kann von dem Programm nicht profitieren. Das Programm richtet sich ausschließlich an Besitzer von Eigenheimen und auch nur an Privatpersonen.

Um die Förderung zu erhalten, müssen Sie ein Wohngebäude besitzen und es auch selbst nutzen. Sie dürfen sich zum Zeitpunkt des Förderantrags aber noch keine Ladestation, Photovoltaikanlage oder Solarstromspeicher angeschafft haben. Sie müssen zudem ein Elektroauto gekauft oder geleast haben, oder sich zumindest eins bestellt haben.

Wann Sie keine Förderung bekommen

Es gibt zahlreiche Faktoren, die einen Zuschuss für Sie ausschließen. So bekommen Sie keine Förderung, wenn die Kosten für Ladestation, Photovoltaikanlage und Solarstromspeicher unterhalb von 10 200 Euro liegen.

Auch für folgende Immobilien wird eine Förderung ausgeschlossen:

  • Neubauten vor dem Einzug
  • Immobilien, die lediglich vermietet und nicht selbst bewohnt sind
  • Ferien- oder Wochenendimmobilien
  • Eigentumswohnungen

Es ist auch nicht möglich, den Zuschuss mehrfach für ein Wohngebäude zu bekommen. Auf der Internetseite der KfW gibt es auch einen Vorab-Check, mit dem Sie überprüfen können, ob Sie die Förderung erhalten können.

So beantragen Sie den Zuschuss „Solarstrom für Elektroautos“

Der Antrag muss über das Internetportal der KfW gestellt (Förderprogramm 442) werden. Erst, wenn Sie eine positive Rückmeldung über die Förderung bekommen haben, können Sie die entsprechenden Produkte bestellen und die Handwerker beauftragen.

Ab März 2024 müssen Sie dann Ihre Identität nachweisen, beispielsweise über ein Videoident- oder Postident-Verfahren. Zudem müssen Sie Rechnungen und Daten zu der Ladestation, der Photovoltaikanlage und zum Solarspeicher im Portal erfassen. Auch den Nachweis über den Besitz des Elektroautos müssen Sie dort hinterlegen.

Wenn alle Nachweise eingegangen sind und überprüft wurden, wird das Geld auf ihr Konto überwiesen.

Solarstrom für Elektroautos“: Das müssen Sie selbst zahlen

Der staatliche Zuschuss wird nicht Ihre kompletten Ausgaben decken. Das ist in den Bedingungen schließlich auch explizit ausgeschlossen. Die KfW hat deshalb beispielhaft aufgelistet, was Interessierte am Ende noch selbst zahlen müssen.

Eine Ladestation mit 11 kW wird mit 2 000 Euro veranschlagt, eine 9 kWp Photovoltaikanlage mit 20 000 Euro und ein 8 kWh Solarstromspeicher mit 10 000 Euro. Das macht Gesamtkosten von 32 000 Euro. Für die einzelnen Komponenten (Ladestation 600 Euro, PV-Anlage 5 400 Euro, Solarstromspeicher 2 000 Euro) werden vom Staat 8 000 Euro an Zuschuss gewährt. Somit bleibt ein Eigenanteil von 24 000 Euro übrig.