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Heizöl jetzt kaufen oder noch warten? Das rät ein Ölmarkt-Experte​

Preise steigen wieder : Heizöl jetzt kaufen oder noch warten? Das sagt ein Ölmarkt-Experte

In den vergangenen Wochen kannte der Heizölpreis nur eine Richtung: nach unten. Nun steigt der Preis wieder leicht. Ein Experte verrät, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist, Heizöl zu kaufen.

Update vom 2. Dezember: Nach wochenlanger Talfahrt steigen die Preise für Heizöl wieder. Das hat offenbar bei einigen Verbrauchern für Panik gesorgt. Denn nach Informationen des Ölmarkt-Portals „Fastenergy“ ist die Nachfrage infolgedessen sprunghaft angestiegen. Das wiederum lässt die Lieferzeiten auf einem hohen Niveau verweilen. „Wer also mit dem Tankvorrat nicht über den Winter kommt, sollte die Lieferzeiten gut im Auge behalten und möglichst frühzeitig bestellen“, Josef Weichslberger, Geschäftsführer bei „Fastenergy“.

Update vom 18. November: Die Preise für Heizöl befinden sich weiterhin im Sinkflug – so viel kostet Heizöl derzeit im Saarland.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Die <a href="https://twitter.com/hashtag/Heiz%C3%B6lpreise?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Heizölpreise</a> haben mittlerweile den niedrigsten Stand seit knapp vier Monaten erreicht und sich in letzter Zeit deutlich besser entwickelt als die internationalen Ölpreise, s. Schaubild unten.<br>Hauptgrund für den Rückgang ist die seit Anf. Okt. deutlich gefallene Nachfrage. <a href="https://t.co/uwtF6HwQny">pic.twitter.com/uwtF6HwQny</a></p>&mdash; FastEnergy GmbH (@heizoel_news) <a href="https://twitter.com/heizoel_news/status/1588467507727577088?ref_src=twsrc%5Etfw">November 4, 2022</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Update vom 14. November: Heizöl ist in Deutschland so billig wie lange nicht mehr. Mit 205 Euro für 100 Liter hatte der Preis zu Beginn des Ukraine-Krieges sein Allzeithoch erreicht. Jetzt liegt der Heizölpreis bei durchschnittlich 135 Euro (Online-Bestellung und einer Abnahmemenge von 3000 Litern, frei Haus). Das ist der niedrigste Wert seit dem 31. Mai dieses Jahres. Dennoch, auch mit dieser verhältnismäßig günstigen Notierung, bleibt der Heizölpreis auf hohem Niveau. Genau ein Jahr zuvor mussten Heizöl-Kunden für dieselbe Menge noch 87 Euro bezahlen, 2020 waren es am 14. November gar nur 41 Euro.

„Auch in nächster Zeit könnte sich die seit Kriegsbeginn auseinandergegangen Schere, vor allem zwischen dem Rohöl und Gasöl hier weiter schließen, was sich weiterhin positiv auf unsere Heizölpreise auswirken sollte“, sagt Weichslberger. Trotz der erfreulichen Preisentwicklung bleibt jedoch ein Wermutstropfen, denn erwartungsgemäß regieren die Heizöl-Kunden mit einer steigenden Nachfrage. Das aber verschärft abermals die ohnehin problematische Liefersituation. „Wartezeiten von zehn bis 12 Wochen sind weit verbreitet“, sagt Weichslberger. Wer also für diesen Winter noch ein Schnäppchen machen will, kommt wohl zu spät.

Heizölpreise im Saarland pro 100 Liter (Stand: 14. November)*:

Nach Angaben des französischen Energieunternehmens TotalEnergies SE (*täglicher Durchschnittspreis für eine 3000 Liter Standard-Heizöl-Lieferung).

Hinweis: Laut Verband für Energiehandel Südwest-Mitte werden im Saarland 37 Prozent der Wohnungen mit Öl beheizt, das entspricht rund 110 200 Wohnungen, gefolgt von Erdgas mit rund 30 Prozent (Zentralheizungen und Etagenheizungen). Dahinter folgt die Fernwärme mit 12,5 Prozent, der Rest entfällt auf Einzelheizungen und sonstige Heizquellen.

Lesen Sie im Folgenden die Preisentwicklung bei Heizöl der letzten Tage nach:

Heizölpreise fallen wieder – jetzt kaufen oder noch warten? Experte gibt Auskunft

Update vom 21. Oktober: Nachdem der Heizöl-Preis am 9. Oktober mit 169,67 Euro* ein 5-Wochen-Hoch erreicht hat, ist der Kurs wieder gefallen und die Preistendenz zeigt weiter nach unten. 155,93 Euro* mussten Heizöl-Kunden am Freitag für 100 Liter der Standardqualität bezahlen. Ursächlich für den Preisrückgang sind:

  • Die weiterhin harte Corona-Politik mit Lockdowns in China. Diese drosseln den globalen Wirtschaftsmotor.
  • Sorgen vor einer weltweiten Rezession durch die galoppierende Inflation.

Trotz der daraus resultierenden rückgängigen Nachfrage ist ein umfassender Preissturz vorerst nicht in Sicht. Dafür sorgt ein ganzes Bündel an Faktoren.

  • Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat eine Drosselung der Fördermenge bei Rohöl angekündigt, um den Rohstoff künstlich zu verknappen. Das hat folglich Auswirkungen auf den Heizöl-Markt.
  • Die Raffinerie-Streiks in Frankreich wirken preistreibend.
  • Der Iran wird voraussichtlich nicht als Lieferant auf den Öl-Markt zurückkehren. Sowohl die Niederschlagung der Proteste im Iran als auch die Waffenlieferungen an Russland durch das Mullah-Regime ziehen weitere Sanktionen seitens des Westens nach sich.

Betrachtet man den 10-Jahres-Durchschnitt, sind im November weitere Preisnachlässe zu erwarten. „Sollte das Bestellaufkommen auch in den nächsten Wochen auf diesem Niveau bleiben, dürften sich auch die Lieferzeiten hoffentlich bald wieder merklich verkürzen. Derzeit muss leider immer noch mit Wartezeiten von mehreren Wochen gerechnet werden“, sagt Weichslberger. Folglich kann man jenen Heizöl-Kunden, die mit ihrem Vorrat nicht durch die ersten Wintermonate kommen, nicht empfehlen, länger zu warten.

Heizölpreise im Saarland: Experte beurteilt Lage am Öl-Markt

Update vom 14. Oktober: Diese Preisschere sucht ihresgleichen! Der Unterschied im Preis zwischen Rohöl und Heizöl ist derzeit enorm. Dieser Umstand ist aber nicht nur der Energiekrise geschuldet. Vor allem Versorgungsprobleme im Raffineriesektor treiben derzeit die Kurse nach oben, da sich das Angebot an Heizöl und Kraftstoffen verknappt. Hintergrund ist der seit Wochen andauernde Streik in Frankreich. Nun kommt noch ein Ausfall der größten europäischen Raffinerie in Rotterdam hinzu. Wann die riesige Shell-Anlage wieder in Betrieb gehen soll, ist bislang nicht bekannt.

Weichslberger zeichnet ein düsteres Bild: „Die Hoffnung, dass es mit den Preisen in absehbarer Zeit wieder etwas deutlicher nach unten gehen könnte, ist mit den aktuellen Versorgungsproblemen leider wieder etwas geschwunden“.

Heizöl jetzt kaufen oder noch warten? Wer genug auf Lager hat sollte warten

Update vom 12. Oktober: Die Energiekrise greift weiter um sich. Nachdem der Durchschnittspreis für Heizöl in Deutschland zwischen dem 3. und 7. Oktober von 156,29 Euro auf 172,24 Euro in die Höhe geschossen ist, entspannt sich derweil die Lage am Ölmarkt. Die nunmehr sinkenden Preise sind vor allem „mit dem deutlichen Rückgang der Nachfrage zu begründen“, resümiert Weichslberger.

Ob Kunden jetzt Heizöl kaufen oder angesichts sinkender Preise noch warten sollten, hängt von ihren Vorräten ab. Mit Hinblick auf die weiterhin langen Wartezeiten sollten sich Heizöl-Kunden, die mit ihren Beständen nicht über den Winter kommen, umgehend eine Heizöl-Lieferung bestellen, empfahl Weichslberger bereits am 30. September.

Heizöl jetzt kaufen – Experte spricht Klartext

Update vom 6. Oktober: Seitdem die Preise für Heizöl Mitte September um rund zehn Cent pro Liter gesunken sind, war bis Anfang Oktober eine Seitwärtsbewegung festzustellen. Aktuell (Stand 6. Oktober) kosten 100 Liter Heizöl in Deutschland 165,8 Euro. Das ist erstmals wieder ein klarer Anstieg verglichen mit dem Wochenbeginn, als der Preis noch bei rund 156 Euro lag. Auf mehrere Monate gesehen hat sich der Preis noch viel deutlicher erhöht. Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine lag er bei rund 100 Euro, nach dem Einmarsch dann kurzfristig bei 200 Euro. Bis Mitte April sank der Preis auf 127 Euro ab – seitdem geht die Preis-Kurve für Heizöl jedoch stetig nach oben.

Der langfristige Trend spricht hier also eine klare Sprache. Sollte ich Heizöl also jetzt kaufen oder lieber warten und auf fallende Preise spekulieren? Ein Experte mahnt, das zu unterlassen – zumindest, sollte man nichts riskieren: Kunden, die mit ihrem derzeitigen Öl-Vorrat nicht durch den Winter kommen, sollen nicht länger warten, sondern jetzt Heizöl kaufen, rät Weichslberger.

Heizöl: 500 Euro mehr müssen Mieter 2022 bezahlen

Update vom 27. September: Nach einem kurzen Aufwärtstrend ist der Heizölpreis in den vergangenen Tagen erneut gesunken. Am 27. September kosteten 100 Liter Heizöl laut dem Portal Fastenergy 152,01 Euro. Damit ist der Preis für Heizöl fast wieder auf seinem niedrigsten Niveau der vergangenen 30 Tage. Dieser lag bei 150,37 Euro, aber immer noch deutlich teurer als zu Beginn des Jahres. Damals lag der Preis bei rund 80 Euro.

Schon im vergangenen Jahr haben Verbraucher fürs Heizen deutlich mehr hinlegen müssen – in diesem Jahr werden die Heizkosten noch stärker zulegen. „Besonders stark steigen die Kosten für Heizungen mit Gas, Öl und Strom, wie die Analyse zeigt“, teilte die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online der Deutschen Presse-Agentur mit.

Demnach dürfte sich das Heizen einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Erdgas und Heizöl jeweils um deutlich mehr als die Hälfte verteuern - plus 67 Prozent bei Erdgas und plus 53 Prozent bei Öl. Das wären beim Gas immerhin 550 Euro mehr im Jahr, bei Öl knapp 500 Euro.

Heizöl-Experte: „Mit signifikanten Abschlägen ist erst wieder zu rechnen, wenn...“

Update vom 22. September: Nachdem Heizöl im 16. September preislich auf ein 5-Wochentief gefallen war, stieg der Preis auch aufgrund der kalten Witterung wieder um 4 Euro je 100 Liter auf knapp 153 Euro im Saarland. Fakt ist: Mit der Jumbo-Anhebung des Leitzinses in den USA wird der Dollar als globale Leitwährung stärker. Das hat folglich auch Auswirkungen auf den Ölmarkt: Rohöl wird voraussichtlich teurer, was wiederum den Heizölpreis treiben wird.

Josef Weichslberger, Geschäftsführer beim Ölmarkt-Portal „Fastenergy“ erwartet zunächst stagnierende Preise. Der Grund hierfür ist die derzeit starke Nachfrage, die gebietsweise weiterhin sehr lange Lieferzeiten verursacht. „Mit signifikanten Abschlägen ist erst wieder zu rechnen, wenn das Bestellaufkommen merklich zurückgeht“, so der Experte.

Heizöl: „Nachfrage explodiert“ – deshalb steigen Preise sprunghaft

Update vom 20. September: Der Weltwirtschaft stehen turbulente Zeiten bevor. Viele Marktbeobachter rechnen mit einem anhaltenden Abschwung. Diese Voraussetzungen sollten eigentlich einen Preisverfall für Rohöl begünstigen, doch die Gaskrise und das Ölembargo gegen Russland wirken dem entgegen. Zudem hat das Ende des Corona-Lockdowns in zwei chinesischen Wirtschaftsmetropolen den Preis für Rohöl steigen lassen. Auch das voraussichtliche Scheitern der Atomverhandlungen mit dem Mullah-Regime im Iran wirkt preistreibend.

Diese Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf den Heizöl-Preis: Die wochenlange Talfahrt machte vielen Heizöl-Kunden mit leeren Tanks zunächst Hoffnung. Nun zeigt die Preiskurve jedoch wieder nach oben. Nachdem im Saarland der Kurs am Montag mit 1,49 Euro je Liter seinen vorläufigen 5-Wochen-Tiefstand erreicht hatte, stieg der Heizölpreis am Mittwoch auf 1,55 Euro (21. September, 16:15 Uhr).

Das hat nicht nur weltwirtschaftliche Ursachen. Vor allem das Wetter spielt bei der Preisgestaltung derzeit eine wichtige Rolle. Der drastische Temperatursturz nach einer Rekord-Hitzewelle und der Preisanstieg bei Rohöl „haben die Nachfrage förmlich explodieren lassen. Die Lieferzeiten steigen in Folge weiter an“, so die Einschätzung von Weichslberger

Heizöl: Preis auf 5-Wochen-Tief – kaufen oder warten? Das raten Experten

Update vom 16. September: Die seit Wochen fallenden Rohölpreise wirken sich nun auch auf den Heizölpreis aus. Die Sorgen vor einer Rezession und drohende Zinssprünge angesichts der anhaltenden Inflation sind derzeit die maßgebenden Wirtschaftsthemen. Folglich bleibt auch der Rohstoffmarkt davon nicht unbeeindruckt. Neu ist jedoch, dass diese Abwärtsentwicklung jetzt auch beim Heizölpreis angekommen ist.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern gab der Heizölpreis im Saarland lediglich leicht nach und wurde am Freitag 13 Cent günstiger mit 1,52 Euro je Liter notiert. Das entspricht in etwa dem bundesweiten Durchschnittspreis. Damit erreicht der Preis ein neues 5-Wochen-Tief! „Mit steigenden Pegelständen könnte sich der Trend auch in nächster Zeit fortsetzen“, so Weichslberger.

Weitere Faktoren für fallende und steigende Heizölpreise

  • Die zuletzt vollzogenen Corona-Lockdowns in China verringern die Nachfrage nach Energierohstoffen.
  • Gasöl als börsengehandeltes Vorprodukt von Heizöl ist zuletzt an der Börse deutlich gefallen.
  • Die Inlandsanfrage nach Heizöl ging ebenfalls zurück

Natürlich können die Heizölpreise auch wieder steigen: Vor allem der Krieg in der Ukraine bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Das seitens der EU beschlossene Öl-Embargo gegen Russland wird mit Inkrafttreten ab dem 5. Dezember 2022 beziehungsweise ab dem 5. Februar 2023 voraussichtlich die Preiskurve nach oben treiben. Auch die von der OPEC angekündigte Kürzung der Fördermenge kann sich preislich zum Nachteil der Verbraucher auswirken.

Heizölpreise fallen seit 10 Tagen – kaufen oder warten? Das raten Experten

Update vom 15. September: Während die Rohölpreise bereits seit Anfang Juni tendenziell im Fallen sind, kannte der Heizölpreis zunächst nur eine Richtung: nach oben. Experten sahen die Ursachen für die zunehmende preisliche Entkoppelung von Heiz- und Rohöl vor allem in der hohen Nachfrage seitens der Industrie. Unternehmen hatten alternativ zum teurem Gas den Heizöl-Markt leergekauft. Diese Preis-Entwicklung scheint nun gebrochen zu werden: Die Heizölpreise sind auf ein 4-Wochen-Tief gefallen.

  • 29. August: 1,73 Euro je Liter
  • 15. September: 1,52 Euro je Liter

Trotz der anhaltenden Entspannung auf dem Öl-Markt bleibt ein Problem bestehen: die sehr langen Lieferzeiten. Diese können regional bei mehreren Wochen liegen. Vor allem Ölheizer mit geringem Tankvorrat sollten diesen Faktor berücksichtigen. Wer aber „noch ausreichend versorgt ist, kann durchaus auf weiter fallende Notierungen spekulieren“, so Weichslberger.

Trotz Preisverfall bei Rohöl – Heizöl bleibt teuer

Erstmeldung vom 9. September: Mit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine stieg der Ölpreis zunächst stetig nach oben. Folglich explodierten die Preise für alle Produkte, die aus Rohöl raffiniert werden. Immobilien-Besitzer und Mieter, die mit Öl heizen, sehen sich seither mit erhöhten finanziellen Belastungen konfrontiert.

Nach Angaben des Heizöl-Charts von „Tecson“ erreichte der Preis für Heizöl mit 2,04 Euro je Liter am 9. März seinen Höchststand. Zum Vergleich: Genau ein Jahr zuvor betrug der Preis lediglich 68 Cent.

Heizöl wird immer teurer – aktuell kleiner Rückgang beim Preis

Der Heizölpreis wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Maßgeblich sind hierbei die Produktbeschaffungskosten. Diese werden vor allem durch den Rohölpreis geprägt. Kürzlich ist Rohöl der Sorte Brent auf ein Sieben-Monats-Tief von 87,1 Euro je Barrel (159 Liter) gefallen. Das war am 8. September. Am 12. September waren es verhältnismäßig immer noch niedrige 90,1 Euro.

Erwartungsgemäß sollte es auch zu einer Preisentspannung auf dem Heizölmarkt kommen. Doch der seit Mitte Juni andauernde Abwärtstrend beim Rohölpreis macht sich bei Heizöl einfach nicht bemerkbar. Schlimmer noch: Während Rohöl immer billiger wird, steigt der Preis für Heizöl. Nachdem der Preis Ende Mai auf 1,28 Euro je Liter gesunken ist, steht er inzwischen bei 1,64 Euro (Stand: 12. September). Immerhin: Das sind fast 10 Cent weniger als noch Ende August.

Durchschnittspreise für Heizöl je Liter im Jahr 2022:

  • 15. Januar: 91 Cent
  • 23. Februar: 98 Cent
  • 9. März: 2,05 Euro
  • 11. April: 1,26 Euro
  • 29. Mai: 1,29 Euro
  • 14. Juni: 1,50 Euro
  • 18. Juli: 1,52 Euro
  • 29. August: 1,73 Euro
  • 12. September: 1,64 Euro

Experte für Heizöl: Preissenkungen „unrealistisch“

Bereits Ende Juni dieses Jahres warnten Heizöl-Experten wie Hans-Jürgen Funke. Der Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH), zu dem auch das Saarland gehört, machte klar: „Ich sehe derzeit keinen Spielraum für eine sinkende Preistendenz“. Literpreise von einem Euro für das Heizöl hielt Funke auf absehbare Zeit für unrealistisch.

Und er sollte recht behalten: Seit der Anfrage der Saarbrücker Zeitung ist der Literpreis um 17 Cent auf 1,64 Euro gestiegen. Zudem riet der Experte im Juni, sich zum damaligen Preis für bis zu drei Jahre einzudecken.

Hinweis: Laut Angaben des VEH werden im Saarland 37 Prozent der Wohnungen mit Öl beheizt, das entspricht rund 110 200 Wohnungen, gefolgt von Erdgas mit rund 30 Prozent (Zentralheizungen und Etagenheizungen). Dahinter folgt die Fernwärme mit 12,5 Prozent, der Rest entfällt auf Einzelheizungen und sonstige Heizquellen.

Warum wird Heizöl teurer, obwohl der Rohölpreis sinkt?

Die zunehmende Kluft zwischen Roh- und Heizölpreis mag auf den ersten Blick überraschend sein. Doch auch hier gilt die marktwirtschaftliche Regel von Angebot und Nachfrage.

  • Lockdowns in China und die weltweite Abschwächung des Wirtschaftswachstums führen zu einer geringeren Nachfrage nach Rohöl. Das drückt den Preis.
  • Gleichzeitig wird das im Vergleich zum Gas billigere Heizöl durch Industrieunternehmen aufgekauft. Die hohe Nachfrage nach Heizöl katapultiert den Preis nach oben.

Sollten Kunden jetzt Heizöl kaufen?

Für Heizöl-Kunden lohnt es sich daher, zuerst den Gaspreis zu beobachten. Daraus können dann Rückschlüsse auf die Entwicklung am Heizöl-Markt gezogen werden. Zwar dürfte eine mögliche Rezession den Heizöl-Preis wieder drücken, in der Regel geht der Preis aber mit Beginn der Heizperiode zunächst nach oben. Im statistischen Schnitt steigt die Preiskurve von August bis Februar.

Am Freitagmorgen, 9. September, waren auf dem deutschen Heizöl­-Markt zwar Preis­rück­gänge festzu­stellen, dennoch bleibt „Heizöl außer­gewöhn­lich teuer“, so die Einschätzung der Experten vom Ölmarktportal Tecson. Aber, die Situation um die Waren­knapp­heiten bei Raffi­nerien und Heizöl­-Händlern sei inzwischen etwas entspannter.

Josef Weichslberger, Geschäftsführer beim Konkurrenzportal Fastenergy, stellt ebenfalls fest: „Steigende Pegelstände, stabile Gasölpreise, der etwas gestiegene Euro und eine leicht nachlassende Inlandsnachfrage“, machen sinkende Preise möglich. Aufgrund des sehr hohen Preisniveaus ist „das Abwärtspotenzial groß“. Weiter sinkende Preise sind daher möglich.