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Sichere Mittel gegen Unkraut
Gas und Wasser gegen Unkraut in Fugen

Berlin. Das Entfernen der unbeliebten Pflanzen mit Chemie ist an Gartenwegen und Einfahrten verboten.

() Wer Unkraut in Pflasterfugen von Gartenwegen, Einfahrten und Terrassen mit einem Gasbrenner entfernen will, muss vorher aufräumen. Denn getrocknete Pflanzenreste wie Blätter, Gräser und Zweige würde das Gerät entzünden, erläutert der Deutsche Verband Flüssiggas in Berlin. Außerdem raten die Experten zur Unkrautbeseitigung an einem windstillen Tag. So lässt sich die offene Flamme sicherer und gezielter einsetzen. Wichtig dabei: nicht rauchen.


Unkrautbrenner, auch Abflammgeräte genannt, sind eine Alternative zum Entfernen unerwünschter Pflanzen auf gepflasterten oder geteerten Bereichen. Damit werden die Pflanzen nicht direkt verbrannt. Es wird nur auf eine recht hohe Temperatur erhitzt, was das Eiweiß gerinnen lässt und die Zellwände zerstört. Der Arbeitskreis Wasser- und Pflanzenschutz rät sogar dazu, die Pflanzen nicht zu stark mit den Brenngeräten zu bearbeiten. Für den Erfolg ist das richtige Entzünden und Abbrennen nicht nötig, es erhöht lediglich die allgemeine Brandgefahr.

Mit Chemie darf Unkraut am Rande von Bürgersteigen und Gehwegen, privaten Hofflächen und Zufahrten zum Grundstück aus Gründen des Umweltschutzes nicht entfernt werden. Das kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50 000 Euro zur Folge haben. Eine weitere zulässige und kostengünstige Alternative ist die Handarbeit mit dem Fugenkratzer, der gezielt die Pflanze samt Wurzeln aus dem Boden holt. Stahlbürsten zerstören das Grün, zugleich reißen sie die Pflanze aus dem Boden. Nicht anwenden sollte man die Bürste auf kratzempfindlichen Untergründen, erklärt der Arbeitskreis. Er rät außerdem zu heißem Wasser: Es schädigt die Pflanzen, die dann mit Hilfe eines festen Besens entfernt werden. Der Vorteil: Auch Wurzelstücke, die im Boden bleiben, und verstreute Samen erleiden durch das Kochwasser Schaden.

(dpa)