Ein Baugerüst kann nach vier Wochen eine Mietminderung begründen

Immobilien : Ein Baugerüst bringt Mietminderung

Wiesbaden Wird die Nutzung einer Mietwohnung durch ein Gerüst, das mindestens vier Wochen lang an der Hauswand steht, eingeschränkt, so kann der Mieter die Miete mindern. In einem Fall vor dem Amtsgericht Wiesbaden, kam es zu einem geringeren Lichteinfall und der Ausblick war massiv gestört.

Der Bewohner musste an 13 Tagen Baulärm durch Bohr-, Schweiß-, Schleif- und Hammergeräusche hinnehmen. Für diese Zeit wurde ihm eine Mietminderung von 20 Prozent zugesprochen. Für sechs weitere Tage zusätzlich fünf Prozent, weil an vier Tagen „ständig Maler auf dem Gerüst und vor den Fenstern“ zu sehen waren – dazu kamen der Tag des Aufbaus und des Abbaus. (AmG Wiesbaden, 93 C 2696/11)

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