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Smartphone erkennt Schmetterlingsarten

Internet : Per Smartphone-App auf Schmetterlingsjagd

(np) Wenn es den Schmetterlingen gut geht, ist ein Ökosystem gesund. Schmetterlinge gelten bei Biologen aus vielen Gründen als wichtige Modellorganismen.

Sie bestäuben Blütenpflanzen, sind aber auch ein wichtiger Teil der Nahrungskette, weil Vögel und Fledermäuse sich von ihnen ernähren.

Mindestens 60 Schmetterlingsarten sind in Deutschland in den vergangenen Jahren ausgestorben, fast 500 Arten gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht, warnen das Bundesamtes für Naturschutz, das Museum für Naturkunde Karlsruhe und die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung.

Deren Wissenschaftler haben nun die App „Schmetterlinge Deutschlands“ vorgestellt, mit der jeder Besitzer eines Smartphones helfen kann, Daten zu den Faltern zu sammeln. Derzeit sind die Forscher unter anderem an Informationen zu den auffallend weiß und orange gefärbten Männchen des Aurorafalters interessiert. Die Tagfalter sind an sonnigen Apriltagen auf Wiesen und an den Rändern von Gehölzen zu finden.

Insgesamt seien in Deutschland, Österreich und der Schweiz 3999 Schmetterlingsarten registriert. Die Arten werden nach verschiedenen Merkmalen wie Farbe, Muster und Vorderflügellänge erfasst. 3,3 Millionen Datensätze zum Vorkommen der Tiere seien bereits zusammengekommen. Sie werden auf einer Karte zusammengetragen, die wiederum Basis für die Rote Liste bedrohter Arten ist, berichtet das Senckenberg-Forschungsinstitut.

Die Smartphone-Programme, so das Senckenberg-Institut, gibt es in den App-Stores der beiden großen Smartphone-Betriebssysteme unter dem Eintrag „Schmetterlinge Deutschlands“. Wer kein Smartphone hat, könne Infos aber auch über diese Webseite senden:

www.lepidoptera.de