Durch Tätowierungen gelangen Metalle in den Körper

Tattoos : Können Tätowiernadeln Allergien auslösen?

(np) Sind Tattoos gesundheitsschädlich? Bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage konzentrierte sich die Wissenschaft bisher auf die Farbpigmente der Tätowiermittel.

Jetzt erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass auch von Tätowiernadeln Risiken ausgehen können. Von ihnen könnten sich Mikro- und Nanoteilchen lösen und in der Haut und in den Lymphknoten ablagern, schreibt das BfR. Das habe eine internationale Untersuchung ergeben.

Das Forscherteam habe herausgefunden, dass die Nadeln beim Einsatz des Weißpigments Titandioxid abschleifen und Metallteilchen in die Haut abgeben. Diese Partikel könnten in die Lymphknoten gelangen. Bislang sei angenommen worden, dass vor allem mit Nickel und Chrom verunreinigte Farbpigmente für Tattoo-Allergien sorgen.

Tätowiernadeln, die aus Stahl bestehen, können bis zu acht Prozent Nickel und 20 Prozent Chrom enthalten. In weiteren Studien wollen die Forscher nun herausbekommen, ob die Aufnahme der Metalle aus den Nadeln  die Wahrscheinlichkeit für Allergien erhöht.

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