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Forschung an Bakterien im Boden
Saar-Forscher entwickeln neues Antibiotikum

Saarbrücken. Saarbrücker Pharmazeuten haben festgestellt, dass bestimmte im Boden lebende Bakterien antibiotisch wirksame Substanzen freisetzen. Diese Erkenntnis könne die Grundlage neuartiger Medikamente gegen Infektionskrankheiten darstellen, so die Einschätzung der Forscher. red

Die Suche nach neuen Wirkstoffen gegen bakterielle Krankheitserreger wird zunehmend wichtiger, da immer mehr Keime gegen gängige Antibiotika resistent sind. Es wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2050 jährlich bis zu zehn Millionen Menschen an Krankheiten, die durch solche multiresistenten Bakterien verursacht werden, sterben könnten. In Saarbrücken sucht ein Team von Wissenschaftlern der Saar-Uni, des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland sowie des Leibniz-Instituts für Neue Materialien nach neuen Antibiotika.


Die von ihnen untersuchten Bodenbakterien bildeten kleine Bläschen (Vesikel) aus, die zahlreiche antibiotisch wirksame Substanzen enthielten, sagt der am Projekt beteiligte Forscher Gregor Fuhrmann. Für den Menschen stellten diese Stoffe keine Gefahr dar, was die Bakterien zu besonders interessanten Forschungsobjekten mache, erklärt der Pharmazeut.