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Kinder werden zu Nachwuchsingenieuren

Bei der Robonight der HTW tüfteln Schüler an Spielzeug-Robotern. Von links: Nia-Solenne Frey, Max Schiff und Marco Petry. Foto: Iris Maurer
Bei der Robonight der HTW tüfteln Schüler an Spielzeug-Robotern. Von links: Nia-Solenne Frey, Max Schiff und Marco Petry. Foto: Iris Maurer FOTO: Iris Maurer
Saarbrücken. Die HTW will Schüler spielerisch an Ingenieursberufe heranführen. Bei der Robonight können junge Menschen einen ganzen Tag lang ihr technisches Geschick ausprobieren – und Aufgaben aus dem Arbeitsalltag lösen. Kathrin Gärtner

Bei der Robonight der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken kann der Nachwuchs zeigen, was er drauf hat. Dieser jedes Jahr ausgetragene Wettbewerb der Saarbrücker Hochschule richtet sich an Schüler der Klassenstufen sechs bis zehn. Die Kinder und Jugendlichen müssen bei der Robonight Aufgaben aus dem Bereich der Technik mit Hilfe von Spielzeug-Robotern zu lösen. Am vergangenen Samstag stand die Veranstaltung unter dem Motto "Digitalisierung in der Produktion".



Drei Szenarien aus der Automobilwelt wurden hierzu durchgespielt, die es mit den Robotern zu meistern galt. So mussten bei einer Aufgabe Autos mit mobilen Robotern statt am Fließband produziert werden. Die jungen Tüftler mussten dabei einen Roboter so programmieren, dass dieser ein Spielzeugauto auf eine Bearbeitungsstation schiebt und Gegenstände zur weiteren Verarbeitung an die passenden Stellen rückt.

Erste Schritte Richtung Studium

Die HTW möchte den Kindern und Jugendlichen mit dieser Veranstaltung Einblicke in die Programmierung von Robotern ermöglichen und an Mechanik sowie Sensoren heranführen. Die Schüler sollen außerdem für die sogenannten MINT-Fächer begeistert werden. Darunter werden die mathematischen, informatischen und naturwissenschaftlichen sowie technischen Fächer verstanden.



Es kommt vor, dass ehemalige Robonight-Teilnehmer später an der HTW studieren, erklärt Martina Lehser, die Leiterin des Projektes. "Ich habe ein paar ehemalige Robonight-Aktive, die bei mir in der Vorlesung sitzen", erzählt Lehser, die in der Fakultät Ingenieurswissenschaften an der HTW unterrichtet.

Insgesamt 28 Schüler , die in Gruppen von jeweils zwei bis vier Mitgliedern zusammenarbeiteten, nahmen an dem Wettbewerb teil. Die Jungen und Mädchen qualifizierten sich über einen Vorentscheid für die Teilnahme und absolvierten vor Beginn des Wettbewerbes auch Workshops, bei denen sie den Umgang mit dem Robotern trainieren konnten.

Den ersten Platz belegten die Achtklässler Nick Leick und Alexa Meyer vom Warndt-Gymnasium in Völklingen (Betreuende Lehrer: Nicole Rinck, Roland Rau). Zweiter wurden Alexandru Tonita und Paul Gierend, Neuntklässler vom Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach (Betreuer: Uwe Ott). Den dritten Platz erreichten Tom Holzmann und Rouven Gebhardt, Siebtklässler vom Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen (Betreuer: Patrick Dreher). Sie alle erhalten Roboterkasten, mit denen sie ihre technischen Fähigkeiten weiterüben können.

Und damit die Schüler auch einmal erleben können, wie so ein Auto in echt produziert wird, werden unter allen Teilnehmern zehn Plätze für einen Besuch an einer Produktionstätte von Daimler ausgelost.